In harter Konkurrenz zu den Goldsparplänen der genossen-schaftlichen Reisebank AG aus Frankfurt, dem GoldsparplanPlus der Geiger Edelmetalle AG aus Rötha bei Leipzig oder auch dem “Tresorgold meinSparplan” der Ophirum GmbH aus Frankfurt buhlt insbesondere auch die Wiesbadener SOLIT Management GmbH bei den Sparkassen und Genossenschafts-Banken für ihren Goldsparplan SOLIT Edelmetalldepot um Goldkunden.

 

Die Entscheidung, woher sie ihre Edelmetallbestände und Produkte bezieht, liegt bei jeder Bank selbst.

Aber für 5 Prozent Provision, welche die SOLIT beim Goldkauf beim Kunden obendrauf schlägt und direkt an die Bank abführt, sind wohl nach SOLIT-Angaben gegenüber Citywire aus Müchen inzwischen 35 Volks- und Raiffeisenbanken und 90 Sparkassen Vermittler von SOLIT-Goldsparplänen.

Über sie bietet das Unternehmen das SOLIT Edelmetallmetalldepot in seinem Onlineshop Goldsilbershop.de an, das sowohl für Privatanleger als auch für institutionelle Kunden geeignet sein soll und das die Bayerische Landesbank als Kooperationspartner an die Sparkassen vertreibt.

Aber wissen die Volksbanker eigentlich, in welches Risiko sie ihre Kunden bei der SOLIT Management GmbH schicken?

 

Als Vermittler stehen sie in der Haftung. Und würden sie als Banker jemanden einen Kredit gewähren, der bereits einen großen Schuldenberg vor sich herschiebt und keine entsprechende Sicherheit vorweisen kann? Wohl kaum.

Doch ihre Kunden sollen darauf vertrauen, dass die SOLIT Management GmbH von den monatlichen Spargeldern tatsächlich auch das Gold in voller Höhe kauft und dann auch noch per Goldleihe darauf 2 Prozent Bargeldzinsen im Jahr bezahlt.

Von einer Gesellschaft, deren angehäuftes Minus von rund 4,6 Millionen Euro (Stand: letzter veröffentlichter Geschäftsbericht 2018) lediglich einem Firmenwert rund 3,4 Millionen Euro gegenübersteht, wie die drei SOLIT-Geschäftsführer am 18. April 2019 feststellten.