Auf die Berliner BWF Stiftung folgt nun mit der DWL Deutsche Wertlager GmbH in Bayern der nächste millionenschwere Goldschwund-Skandal.

 

Wir erinnern uns: Bei einer Razzia am 25. Februar 2015 fand die Berliner Staatsanwaltschaft im Keller der BWF Stiftung im Königsweg 5 in Zehlendorf statt der angeblichen 3,64 Tonnen Gold im Wert von 122 Millionen Euro lediglich 324 Kilogramm echtes Gold in einem Marktwert von 11 Millionen Euro vor, wie das Berlin Journal berichtete.

6.000 Anleger hatten aber in gutem Glauben seit September 2011 Gold für 55 Millionen Euro bei der Stiftung gekauft und dort vermeintlich sicher einlagern lassen. Aus einem Zwischenhandel mit dem erworbenen Gold sollten die Anleger eine jährliche Rendite von 8 Prozent erhalten.

 

 

Der aus dem Ruhrpott (Bochum) stammende Berliner Goldhändler und Gründer der BWF Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung Gerald S. (58) wurde am 2. September 2015 in seiner Zehlendorfer Villa verhaftet. Am 24. Juli 2017 verurteilte ihn das Landgericht Berlin nach einem umfangreichen Geständnis, das er am 30. August 2016 vor dem Gericht abgelegt hatte, zu 6 Jahren Haft wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges, wie GoMoPa berichtete.

Nun haben Goldkunden mit der Goldeinlagerungsfirma DWL Deutsche Wertlager GmbH aus der Rosenheimer Straße 23 im bayerischen Kolbermoor ein ähnliches Schwund-Problem.

 

Die DWL-Deutsche Wertlager GmbH wurde am 23. Juli 2015 im Landkreis Rosenheim als Wertlager und Handelsunternehmen für Edelmetalle gegründet.

Die eine Hälfte gehört der damaligen Alleingeschäftsführerin Heike Schneider (56) aus Inning am Ammersee.

Die andere Hälfte gehört dem Asik-Clan aus Istanbul. Allen voran Erdogan Asik (55) aus dem Istanbuler Stadtteil Bayrampasa mit einem Anteil von 19 Prozent.

Gefolgt von Delek Asik aus Bayrampasa mit 11 Prozent, Erdem Asik aus Bayrampasa mit 10 Prozent und Miray Asik Kuz aus Senlikköy/Florya im Großraum Istanbul.

Produktgeber ist die Firma Goldbarters GmbH aus der Viktor-Frankl-Straße 15 im bayerischen Kaufering unter alleiniger Leitung von Erdogan Asik. Die Besitzverhältniss sind wie bei DWL.

Im Jahr 2015 erreichten GoMoPa Vorwürfe, wonach Goldbarters Gold mit einem Aufschlag von 39 Prozent auf den Spotpreis verkaufe, dafür aber den Kunden drei Jahre lang eine Rendite von 11 Prozent pro Jahr versprach.

Auf die Frage, wie diese 11 Prozent erwirtschaftet werden sollen, sollen die Vertriebsleiter Roger Plate aus Lich und Werner Ortmann aus Bad Boll bei einer Präsentation geantwortet haben:

dass alleine durch das Wachstum mit neuem Geschäft diese Verträge ohne Probleme bedient werden können.

Also mit den Einzahlungen weiterer Käufer. So funktioniert gemeinhin ein Schnellballsystem.

Das DWL-Gold und auch das Bartersgold heißt ISGOLD, stammt aus Istanbul und ist kein LBMA-zertifiziertes Gold.