Der Berliner Bau-Unternehmer Christoph Gröner (57) aus Westend sitzt offenbar in einem privaten Bürgschafts-Schuldensumpf in dreistelliger Millionenhöhe, den er sich selbst eingebrockt hat, weil er Privatvermögen und Firmenschulden eng verzahnt haben soll.
Das Wichtigste in Kürze
- Bürgschaften im dreistelligen Millionenbereich:
Christoph Gröner (57) sitzt in einem Schuldensumpf aus privaten Bürgschaften. Vor Gericht sprach er selbst von bis zu 300 Millionen Euro. - Urteil des LG Leipzig (April 2025):
Verurteilung zur Zahlung von 6,25 Millionen Euro an die Oldenburgische Landesbank. Gröner hatte zuvor ein Privatvermögen von über 400 Millionen Euro angegeben. - Vermögensauskunft verweigert:
Am 28.11.2024 verweigerte Gröner die Abgabe der Vermögensauskunft – Eintrag ins Schuldnerverzeichnis. - Privatinsolvenz droht:
Seit Sommer 2025 läuft ein vorläufiges Privatinsolvenzverfahren in Leipzig. Insider erwarten ein reguläres Verfahren. - Vermögensverluste:
Porsche-Sammlung und Villen an der Côte d’Azur verkauft; laufende Verfahren gegen seine Firmen. - Staatsanwaltschaft ermittelt:
Verdacht auf Insolvenzverschleppung und Vorenthalten von Arbeitsentgelt; Razzia im Dezember 2024. - Folgen für Projekte & Mitarbeiter:
Baustellen stillgelegt, Subunternehmer warten auf Geld, Gehälter werden verzögert gezahlt. - Imagewandel:
Vom Selfmade-Millionär und CDU-Großspender zum Symbol gescheiterter Hybris im Immobiliensektor.
Wie GoMoPa.io von einer Wirtschaftsauskunftei erfuhr, hat Christoph Friedhelm Gröner am 28. November 2024 gegenüber dem Gerichtsvollzieher die Vermögenauskunft verweigert und wurde gemäß Paragraph 882c Absatz 1 Nummer 1 der Zivilprozessordnung ins Schuldnerverzeichnis eingetragen.
Gerichtliches Urteil: Bürgschaften in dreistelliger Millionensumme
Im April 2025 folgte ein Urteil des Landgerichts Leipzig, das Gröner zur Zahlung von 6,25 Millionen Euro an die Oldenburgische Landesbank (OLB) zwang, wie das Handelsblatt am 19. September 2025 berichtete.
Christoph Gröner hatte eine private Bürgschaft für ein Firmendarlehen an die Plagwitzer Projektentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG aus Leipzig Eutritzsch, einer mittelbaren Tochter der börsennotierten CGRE AG aus Leipzig Plagwitz, übernommen. Brisanter als der Betrag ist die Dimension: Im Verfahren sprach Gröner selbst von möglichen Bürgschaften im Umfang von 300 Millionen Euro.

© Pressefoto Stadt Dortmund
Als die OLB die Bürgschaft in Anspruch nehmen wollte, argumentierte Gröner vor Gericht plötzlich mit einer „krassen finanziellen Überforderung“, weshalb die die Bürgerschaft keine Gültigkeit habe.
Das Gericht folgte seiner Argumentation nicht und verurteilte Gröner zur Zahlung. Laut Urteil habe Gröner der OLB vor der Bürgerschaft erklärt, über „ein Privatvermögen von EUR 404.044.310,00, ein freies Vermögen im neunstelligen EUR-Bereich und siebenstellige Einkünfte im Jahr“ zu verfügen.
Die Richterin notierte: