publity AG8. Juni 2020 | 19:37 | Lesedauer ca. 4 min | Autor: GoMoPa-Redakteur JS

publity AG Bond 5,5 Prozent 2020/2025: 2-Säulen-Modell sichert Einnahmen für 100 Millionen Anleihe


Die publity AG bietet seit dem 2. Juni 2020 als erster Anleiheemittent nach dem Ausbruch der Coronapandemie eine neue Anleihe mit einem Volumen von bis zu 100 Millionen Euro, die öffentlich platziert wird.

 

Viel Zeit zum Überlegen bleibt den Anlegern im Fall des Büroimmobilien-Managers und Investors publity AG aus Frankfurt allerdings nicht, um bei der neuen Unternehmensanleihe dabei zu sein, die 5 Jahre lang pro Jahr 5,5 Prozent Zinsen in Aussicht stellt.

In gut einer Woche am 17. Juni 2020 endet die Zeichnungsfrist ab 1.000 Euro für den neuen publity Bond 5,5 Prozent 2020/2025 (ISIN DE000A254RV3) über die Haus- und Direktbanken an der Frankfurter Börse. Ab 19. Juni 2020 ist der Handel der Anleihe im Freiverkehr (Open Market) vorgesehen.

Aber wozu braucht ein börsennotiertes Aktienunternehmen mit einem verwalteten Immobilienvermögen von 5,6 Milliarden Euo überhaupt eine Unternehmensanleihe?

 

Weil zum Beispiel die alte Anleihe aus dem Jahr 2015, mit der publity ein eigenes Immobilienportfolio aufbaute, in diesem Jahr im November ausläuft.

Vor fünf Jahren schuf sich der Frankfurter Immobilien-Manager Thomas Olek (51) mit einem sehr attraktiven Produkt seine eigene Konkurrenz zur Aktie der publity AG.

Olek brachte eine Wandelanleihe auf den Markt. Und im Mai 2017 stockte Olek diese 30 Millionen Euro Wandelanleihe 2015/2020 um 16 Millionen auf rund 46 Millionen Euro auf. Der damals schon beachtliche Jahreszins von 3,5 Prozent aus dem Jahr 2015 wurde im Jahr 2018 auf 7 Prozent verdoppelt. Auch diese Anleihe wird wie die publity AG an der Börse gehandelt.

Die Altanleihen-Inhaber müssen auf die charmanten jährlichen Zinsflüsse auch in Zukunft nicht verzichten. Sie können ihre Anleihen-Anteile 1:1 in die neue Anleihe tauschen. Dafür haben sie bis zum 15. Juni 2020 Zeit. Obendrauf bekommen sie bei einem Umtausch für jedes Stück Altanleihe 20 Euro extra. Und ihre Zinsen sowieso.

Aber warum sollten Sie nun mit 100 Millionen Euro ein im Gegensatz zur Altanleihe doppelt so hohes Risiko eingehen?

 

Die publity AG hat sich seit Auflage der ersten Anleihe gemausert und bietet inzwischen auch eine doppelte Einnahme-Situation, die es damals überhaupt noch nicht gab.

Außerdem bleibt das Risiko bei 50 Millionen Euro, weil Olek selbst für 50 Millionen Euro kaufen will.

Denn Thomas Olek hat verbindlich erklärt, dass über seine Beteiligungsgesellschaft TO-Holding GmbH bis zu 50 Millionen Euro gesichert sind. Olek hat im Börsencrash 2020 für mehr als 4 Millionen Euro publity-Aktien gekauft und besitzt mittlerweile 94 Prozent aller publity-Aktien.

Großaktionäre stehen vor der Tür

Thomas Olek hat außerdem darüber informiert, dass er sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit internationalen institutionellen Investoren über den Verkauf von Aktienpaketen an der publity befindet.

Diese Investoren planen, sich im publity-Konzern langfristig zu engagieren und wären entsprechend auch bereit, ihre Aktien einer Lock-up-Vereinbarung (Veräußerungs-Sperrfrist) für 12
bis 24 Monate zu unterwerfen.

Die mittelbare Beteiligung von Thomas Olek an der publity AG würde sich bei erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen auf knapp unter 50% des Grundkapitals reduzieren.

Olek hat das Unternehmen ferner darüber informiert, langfristig der publity AG unverändert als Vorstand und Großaktionär verbunden bleiben zu wollen.

Sämtliche seiner nach Umsetzung der geplanten Transaktionen noch von ihm gehaltenen publity-Aktien würde er mithin einer Lock-up-Vereinbarung mit einer Laufzeit von 24
Monaten unterwerfen.

Zudem beabsichtige er, auch künftig publity-Aktien in Abhängigkeit vom Aktienkurs über den Markt zu kaufen.

Die in Aussicht gestellten jährlichen Zinszahlungen von 5,5 Prozent sowie die Rückzahlung der neuen Anleihe nach 5 Jahren sprudeln aus zwei Quellen:

Olek nennt es das Zwei-Säulen-Modell. Das funktioniere so.

Durch das Asset-Management für internationale und nationale Investoren, mit denen publity bereits seit Jahren erfolgreich zusammenarbeitet, erzielt publity stetige Einnahmen aus dem Asset-Management für Drittimmobilien im Wert von 4,5 Milliarden Euro.

Gleichzeitig hat die Gesellschaft ein eigenes Immobilienportfolio mit namhaften Mietern und langjährigen Mietverträgen im Volumen von mittlerweile rund 1,1 Milliarden Euro aufgebaut, das in der Konzerntochter PREOS Real Estate AG gebündelt ist.

Aus dem Eigenbestand erzielt publity einen kontinuierlichen Cashflow aus Mieten sowie Erlöse beim Verkauf der Objekte.

Der Immobilienbestand soll auch künftig deutlich weiter ausgebaut werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Immobilien in Metropolen wie München und Frankfurt mit einem Marktwert von jeweils über 50 Millionen Euro.

Positiv dürfte sich dabei insbesondere der selbst gebaute Zugang von publity zu attraktiven Immobilien auswirken durch ein starkes Netzwerk und einen hohen Digitalisierungsgrad mittels eigener publity-Datenbank, die rund 9.500 Büroimmobilien in Deutschland umfasst.

Der Gewinnsprung 2019 resultierte maßgeblich aus dem dynamischen Ausbau des Immobilienportfolios. Die publity AG hat im Geschäftsjahr 2019
einen Konzernüberschuss von 64,1 Millionen Euro Euro erzielt. Damit wurde der Vorjahresgewinn von 24,6 Mio. Euro um rund 160% gesteigert.

Wofür will Olek die 100 Millionen Euro aus der Anleihe-Emission verwenden?

Olek sagte gegenüber Börse Frankfurt:

Die Erlöse gelten zum einen für die Rückführung der alten Wandelanleihe, bei der noch rund 46 Millionen Euro offen stehen. Die restlichen Erlöse werden für das Wachstum der Gesellschaft in den nächsten Monaten investiert.

Aber stört da Corona nicht?

Olek:

Die Assetklasse der Büroimmobilien ist durch die Covid19-Pandemie nicht so stark betroffen.

Hier gibt es nur geringfügige Mietausfälle. Auch in unserem Portfolio läuft alles wie am Schnürchen.

Wir gehen davon aus, dass es hier auch in den nächsten Monaten nicht zu Problemen kommt.

Allerdings gibt es natürlich auch andere Asset-Klassen, die stärker betroffen sind, wie Hotel, Gastronomie und Einzelhandel.

Die könnten wohl im Augenblick auch keine Kapitalanlagen mit einem jährlichen Coupon von 5,5 Prozent anbieten, wie eben der Büro-Assetmanager publity mit seinen 2-Säulen-Einnahmen.

Wie ist die Geschäftsentwicklung der publity AG 2020?

Olek sagte dem Bond Magazine aus Eschbach in der Pfalz am 4. Juni 2020:

Seit Jahresbeginn kamen weitere große Objekte zu unserem Portfolio hinzu.

Dazu gehört zum Beispiel das Bürohochhaus Centurion in Frankfurt mit einer Gesamtmietfläche von mehr als 28.000 Quadratmetern und das 30.550 Quadratmeter große Westend Carree in Frankfurt.

Wir sind zuversichtlich, auch künftig weitere An- und Verkäufe von Immobilien umsetzen zu können und legen dabei weiterhin den Fokus auf Top-Büroimmobilien in den TOP-7-Städten Deutschlands. Mit der Geschäftsentwicklung bin ich mithin sehr zufrieden.

Unterstützt wird publity bei der Anleiheemission vom Frankfurter Wertpapierhandelshaus ICF Bank AG.




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