Anfang des Jahres hegte der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net Zweifel daran, dass die Life Performance GmbH aus Rheinfelden in Baden-Württemberg allen Anlegern auch wirklich ihr Geld in voller Höhe zurückzahlen könne. Das ist nun traurige Gewissheit geworden. Aktuell fehlen 3,92 Millionen Euro.

 

Die Kunden kündigten ihre Lebensversicherungen und Bausparverträge und überließen die Rückzahlung als partiarisches Darlehen der Life Performance GmbH. Die Gesellschaft wollte die Darlehenssumme in monatlichen Raten an die Anleger zurückzahlen und erst am Ende der Vertragslaufzeit Zinsen und gegebenenfalls weitere Erträge aus der Beteiligung am Unternehmensgewinn.

 

 

Mit den Anlegern wurden Verträge geschlossen, die eine Verdoppelung des eingezahlten Betrages nach fünf Jahren und eine Verdreifachung nach zehn Jahren garantierten. Die Schlusszahlungen aus den Verträgen mit fünfjähriger Laufzeit wären 2015 und 2016 fällig gewesen.

Doch die Bonner Finanzaufsicht BaFin untersagte das Einlagengeschäft und ordnete bereits am 29. April 2014 die Rückabwicklung, die vom Hessischen Verwaltungsgericht schließlich am 12. Dezember 2014 bestätigt wurde, weil die Geschäftsführer keine Genehmigung nach dem Kreditwesengesetz hatten. Gegen die Geschäftsführer laufen aktuell Vorermittlungen zur strafrechtlichen Relevanz solcher Geschäfte bei der Staatsanwaltschaft Mannheim.

Und die Gesellschaft hat sich in die Insolvenz geflüchtet. Wie die Badische Zeitung schreibt, sind die Räume verwaist: