Die vor vier Jahren gegründete Immobilien-Crowdinvesting-Plattform Crowdhouse.ch will den Schweizer Immobilienmarkt aufmischen.

Das Geschäftsmodell der dahinter stehenden Crowdhouse AG aus Zürich besteht darin, immer genügend Klein- und Großinvestoren einzuwerben, die dann gemeinsam eine Rendite-Immobilie kaufen, die dann anschließend von Crowdhouse auch noch verwaltet wird und – das ist nicht ausgeschlossen – an die nächste Crowdhouse-Investoren-Runde weiterverkauft wird.

 

Crowdhouse.ch verlangt 5,6 statt üblicher 1,5 bis 2 Prozent Maklergebühr für Rendite-Immobilien: das Führungsteam der Crowdhouse AG aus Zürich (Lerchenstraße 24) um CEO und Verwaltungsrat Robert Plantak (oben links) und Executive Chairman Ardian Gjeloshi (2. von links oben) © Ausriss aus Crowdhouse.chCrowdhouse.ch verlangt 5,6 statt üblicher 1,5 bis 2 Prozent Maklergebühr für Rendite-Immobilien: ... mehrCrowdhouse.ch verlangt 5,6 statt üblicher 1,5 bis 2 Prozent Maklergebühr für Rendite-Immobilien: das Führungsteam der Crowdhouse AG aus Zürich (Lerchenstraße 24) um CEO und Verwaltungsrat Robert Plantak (oben links) und Executive Chairman Ardian Gjeloshi (2. von links oben) © Ausriss aus Crowdhouse.ch

Die Miteigentümer partizipieren von den Miet- oder Pacht-Einnahmen der Immobilie.

Die Akquise von genügend Investoren gelingt der Schweizer Transaktionsplattform für Renditeimmobilien nicht immer, wie der Crowdhouse-Mitgründer und Executive Chairman Ardian Gjeloshi letztes Jahr gegenüber dem Insiderparadeplatz.ch einräumte:

Es ist so, dass wir bei 100 Angeboten, die wir eingeben, bei 5 zum Handkuss kommen.

Liegt darin möglicherweise einer der Hauptgründe, warum Crowhouse.ch seinen Investoren besonders hohe Maklerkosten in Rechnung stellt?

Üblich sind in Zürich nach Aussagen eines längjährigen Züricher Immobilienmaklers für Rendite-Objekte Maklerhonorare zwischen 1,5 bis 2 Prozent.

Crowhouse.ch verlangt gleich mal 5,6 Prozent Sofortgebühren für Koordination, Projektbegleitung und das eigentliche Honorar. Hinzu kommen dann jährlich wiederkehrende Gebühren und Honorare für die Verwaltung des Assets.

Das zeigt das Beispiel eines Mehrfamlienhauses in der Talbachstraße 10a+b in 5722 Gränichen im Aargau. Die Crowdhouse konnte den Deal 2017 machen: Sie kaufte das Objekt für 14,2 Millionen Franken.

 

Schwarm-Investoren kauften 2017 über die Züricher Plattform Crowdhouse.ch das Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen in der Talbachstraße 10a+b im Foy-Park Gränichen im Kanton Aargau für einen Kaufpreis von 14,2 Millionen Franken, sie mussten an Crowdhouse Maklergebühren von 795.000 Franken entrichten, das entspricht rund 5,6 Prozent des Kaufpreises, üblich sind laut einem Züricher Makler für Renditeimmobilien zwischen 1,5 und 2 Prozent © Ausriss aus Vermarktunsfilm auf Vimeo.com der Crowdhouse.cSchwarm-Investoren kauften 2017 über die Züricher Plattform Crowdhouse.ch das Mehrfamilienhaus mit ... mehrSchwarm-Investoren kauften 2017 über die Züricher Plattform Crowdhouse.ch das Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen in der Talbachstraße 10a+b im Foy-Park Gränichen im Kanton Aargau für einen Kaufpreis von 14,2 Millionen Franken, sie mussten an Crowdhouse Maklergebühren von 795.000 Franken entrichten, das entspricht rund 5,6 Prozent des Kaufpreises, üblich sind laut einem Züricher Makler für Renditeimmobilien zwischen 1,5 und 2 Prozent © Ausriss aus Vermarktunsfilm auf Vimeo.com der Crowdhouse.c

Insideparadeplatz.ch liegen dazu drei Rechnungen vor, die Crowdhouse den Kleininvestoren abverlangte:

» 115.020 Franken für “Entschädigung für die Koordination der Transaktion” (0,75 Prozent des Kaufpreises),

» 219.900 Franken für “Entschädigung Projektbegleitung” und

» 460.080 Franken für das eigentliche “Honoror” (3 Prozent vom Kaufpreis),

» Vermittlergebühren gesamt: 795.000 Franken. Das entspricht rund 5,6 Prozent des Kaufpreises.

Außerdem kooperierte die Plattform Crowdhouse.ch für das Objekt Talbachstraße mit der Luzerner Kantonalbank – was die Miteigentumer noch einmal teuer zu stehen kam: