In Malta sind offenbar viele Deutsche an Firmen (u. a. Fraport AG) beteiligt, ohne dies den deutschen Finanzbehörden zu melden. Das geht aus Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung hervor, wie gestern die Tagesschau meldete.

 

Danach sind in Malta 1.616 Firmen mit deutscher Beteiligung registriert. Den deutschen Finanzämtern liegen nur Informationen über 266 Personen oder Unternehmen vor, die dort nennenswerte Anteile halten.

 

Unglaublaublich: Nicht nur Privatkonzerne wie BASF, Nixdorf oder Sixt haben auf Malta Briefkastenfirmen, auch die mehrheitlich staatliche Fraport AG, die börsennotierte Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt am Main, hat auf Malta drei Briefkastenfirmen: Fraport Malta Investment Limited, Fraport Malta Limited und Fraport Malta Business Services Limited. Laut hessischer Landesregierung im Landtag, um Steuern zu "optimieren". © Youtube/MONITOR-Reporter gehen auf der Mittelmeerinsel in das Gebäude mit den Malta-Fraport-BriefkastenfirmenUnglaublaublich: Nicht nur Privatkonzerne wie BASF, Nixdorf oder Sixt haben auf Malta Briefkastenfir ... mehrUnglaublaublich: Nicht nur Privatkonzerne wie BASF, Nixdorf oder Sixt haben auf Malta Briefkastenfirmen, auch die mehrheitlich staatliche Fraport AG, die börsennotierte Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt am Main, hat auf Malta drei Briefkastenfirmen: Fraport Malta Investment Limited, Fraport Malta Limited und Fraport Malta Business Services Limited. Laut hessischer Landesregierung im Landtag, um Steuern zu “optimieren”. © Youtube/MONITOR-Reporter gehen auf der Mittelmeerinsel in das Gebäude mit den Malta-Fraport-Briefkastenfirmen

 

Malta gilt bei Kritikern als Steueroase. Firmenbeteiligungen dort sind legal, solange der deutsche Fiskus informiert ist. Hier der ausführliche Bericht des WDR-Magazins MONITOR auf Youtube:

Die Mittelmeer-Insel Malta ist nicht nur bei Touristen äußerst beliebt. Malta ist auch südlichster Staat der EU. Vor zwei Wochen fand dort der große EU-Gipfel statt. Über alle möglichen Themen wurde dort gesprochen, nur über ein Thema nicht – Steuerflucht.

Dabei wäre Malta der ideale Ort dafür gewesen. Denn mittlerweile gibt es jede Menge Firmen, die dort über nicht viel mehr als einen Briefkasten verfügen. Aber auch so einige Prominente und Superreiche zieht es nach Malta. Und dabei geht’s den wenigsten um die Schönheit der Insel. Monatelang hat MONITOR gemeinsam mit dem Rechercheteam von WDR, NDR und SZ Daten ausgewertet. Daten, die zeigen, wer da alles auf Malta unterwegs ist, und warum es sich lohnt.

Malta ist ein Land mit bewegter Geschichte. Früher ein Bollwerk gegen Angreifer aller Art – und auch heute ist Malta ein sicherer Hafen – zum Steuern sparen.

Unglaublaublich: Nicht nur Privatkonzerne wie BASF, Nixdorf oder Sixt haben auf Malta Briefkastenfirmen, auch die mehrheitlich staatliche Fraport AG, die börsennotierte Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt am Main, hat auf Malta drei Briefkastenfirmen: Fraport Malta Investment Limited, Fraport Malta Limited und Fraport Malta Business Services Limited. Laut hessischer Landesregierung im Landtag, um Steuern zu “optimieren”.

Das gilt auch für Firmenbosse mit ihren Superyachten.

 

Hunderte Luxusboote sind hier registriert, aber nur wenige liegen wirklich auf Malta. Die Eigentümer kommen von überall her, auch aus Deutschland. Wobei, die tatsächlichen Eigentümer meist eigens dafür gegründete Firmen sind, zu finden im amtlichen Firmenregister von Malta. Das Schiff “Sea Lion” gehört beispielsweise einer “Sea Lion Limited”.

Das ist ganz legal, überall auf Malta sind Yachtfirmen registriert – nur reden will darüber keiner. Zum Beispiel in der Giuseppe Cali Street sitzen Gesellschaften von zwei Hamburger Multimillionären.

Doch warum der Aufwand und die Verschleierung?

 

Die Antwort kennt der Berater und Frankfurter Wirtschaftsanwalt Christoph Schließmann. Er konstruiert in Malta ganz spezielle Modelle – auch mit dem Ziel, bei Yachten Mehrwertsteuer zu sparen. Und so funktioniert die Steuerflucht bei Yachten: