Ein elitärer Verein wie der Berliner Golfclub am Wannsee ist ein nobler Treffpunkt für Unternehmer, Prominente, Politiker und Gutverdiener. Das Finanzamt hat ihr exklusives Hobby als gemeinnützig anerkannt.

Großspender sparen dadurch kräftig Steuern. Fast 6.000 Vereine gibt es in Deutschland. Die meisten sind zu Recht gemeinnützig. Sie dienen dem Breitensport, der Kultur oder sozialen Zwecke und müssen deshalb auch keine Steuern zahlen.

Was vor allem kleinen Vereinen helfen soll, ist ein millionenschweres Privileg für einige große. Welche Geschäfte machen sie mit der Gemeinnützigkeit? Und wer kontrolliert sie dabei?

Die Autoren Sascha Adamek und Martin Hahn vom WDR-Magazin Die Story warfen unter anderem einen Blick hinter die Kulissen des sehr einflussreichen Golf- und Land-Clubs Berlin Wannsee.

Dort werden die Journalisten vor die Tür gesetzt. Beim letzten Sommerfest durften sie nur als Zaungäste das große Feuerwerk am Himmel über Berlin bewundern. Doch die Feierlaune ist etwas getrübt. Denn der Club hat Probleme mit dem Finanzamt.

Berliner Steuerfahnder und Staatsanwälte ermitteln in 400 Fällen gegen Mitglieder des Golfclubs. Der Vorwurf lautet: