Die Berliner Anlegerschutzkanzlei Resch Rechtsanwälte kommt aus dem Staunen nicht heraus.Eine angeblich hochkarätige Schweizer Finanzdienstleistungsfirma bot wohl Aktien einer Berliner Firma zum Dumpingpreis an, und Käufer beschwerten sich, dass die gekauften Aktien nie in ihrem Depot ankamen.

Inzwischen warnt sogar die Schweizerische Finanzmarktaufsicht Finma davor, dass die RA Solar Technologie Investment GmbH aus Basel unter dem Verdacht steht, “nicht autorisierte Aktivitäten auf dem Finanzmarkt durchzuführen”.

Die Schweizer RA Solar Technolgie Investment GmbH aus Basel steht inzwischen auf der Warnliste der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma © Seitenausriss aus RaInvestmentGmbH.comDie Schweizer RA Solar Technolgie Investment GmbH aus Basel steht inzwischen auf der Warnliste der S ... mehrDie Schweizer RA Solar Technolgie Investment GmbH aus Basel steht inzwischen auf der Warnliste der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma © Seitenausriss aus RaInvestmentGmbH.com

Recherchen des britisch-amerikanischen Journalisten David Marchant aus Miami, Herausgeber von OffshoreAlert.com, im Schweizer Handelsregister führten zu dem Schweizer Tamas Hodel. Er sei zugleich der einzige “Partner und Manager” der Technischen Isolierung Schweiz GmbH aus Neuhausen am Rheinfall, vor der die Finma ebenfalls öffentlich warnt.

Inzwischen zurückgetreten als Vertreter der RA Solar Technologie Investment GmbH sei ein gewisser Yücel Yüce.

Das Schweizer Unternehmen RA Solar Technologie Investment GmbH aus Basel kümmert sich nach eigenem Bekunden auf der Website normalerweise um Projektfinanzierungen und bietet dazu hochkarätige Finanzinstrumente an – wie etwa Bankgarantien oder Standby Letter of Credit (SBLC), mit denen angeblich Kunden mit jeder Bank weltweit günstige Konditionen aushandeln und gleichzeitig Ihre Finanzierungsbedürfnisse erfüllen können würden.

Der Berliner Kanzlei fiel das Unternehmen mit einem wohl eher krummen Aktien-Deal-Angebot auf.

Die deutschen Anwälte verstehen nicht, warum der Schweizer Finanzdienstleister unter dem Namen Rastech Investment deutschen Anlegern über Cold-Call-Akquise Aktien der Berliner börsennotierten Beteiligungsgruppe Uptech AG, die sich neu ausrichten wollte und inzwischen The New Meat Company AG heißt, zu einem Schnäppchenpreis von 2 Euro angeboten haben soll – allerdings zur Mindestannahme von 25.000 Stück Aktien -, obwohl es einen Großkäufer gab, der die Aktien von Uptech zum Stückpreis von 3,45 Euro aufkaufen wollte.

Der Großkäufer war die Schweizer Firma Tetrachord AG aus
Geroldswil (Kanton Zürich), die im Sommer 2020 ein
Freiwilliges Öffentliches Kaufangebot an die Aktionäre der Uptech AG für bis zu 1,5 Millionen Aktien abgegeben hat.

Der Berliner Rechtsanwalt Jochen Resch, zugleich Vositzender der Verbraucherzentrale Brandenburg kommentiert dieses Geschäftsgebaren so: