Pareli Beteiligungs GmbH19. August 2014 | 17:38 | Lesedauer ca. 4 min | Autor: GoMoPa-Redakteur JS

Pareli Beteiligungs GmbH: Droht Wel Fonds Anlegern ein Totalverlust?


Monatelang mussten die Anleger der Pareli Beteiligungs-GmbH (Valentinskamp 24, 20345 Hamburg) auf die Verzinsung ihrer Investments warten. GoMoPa.net berichtete. Geschäftsführerin Ute Waltraud Seehaus (56) aus Willebadessen konnte die Kehrtwende nicht erfolgreich meistern und musste Insolvenz anmelden. Droht jetzt auch den Anlegern der Wel Fonds ein Totalverlust?

 

Die WEL Fonds GmbH & Co. KG (Am Kaiserkai 1, 20457 Hamburg) sammelt Anlegergelder für ein kombiniertes Investment in Gold zur Absicherung sowie Unternehmensbeteiligungen mit Schwerpunkt Kraft-Wärme-Kopplung als Renditetreiber. Auf diese Weise soll ein “größtmöglicher Inflationsschutz und dauerhafter Ertrag für alle Wel Fonds Anleger” erzielt werden.

Ab einer Mindesteinlage von 5.000 Euro zuzüglich eines Agio (Ausgabeaufschlags) von 5 Prozent können Anleger in die Wel Fonds GmbH & Co. KG investieren. Versprochen wird eine Rendite von 12 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von 10 Jahren.

Die Geschäfte der Wel Fonds GmbH & Co. KG sowie der Komplementärgesellschaft WEL Fonds Verwaltungs GmbH, ebenfalls mit Geschäftssitz Am Kaiserkai 1, 20457 Hamburg, leitet die Geschäftsführerin Ute Waltraud Seehaus, die auch verantwortlich für die Pleite der Pareli Beteiligungs-GmbH ist. Zudem ist Seehaus Geschäftsführende Gesellschafterin (100 Prozent) der neu gegründeten Deutsche Energie Union Vertriebs-GmbH, die sich den Sitz mit den Wel Fonds Gesellschaften teilt.

Laut Unternehmensangaben wird das Kapital der Wel Fonds in Unternehmensbeteiligungen, vor allem Start-Ups, investiert. Das Geschäftsmodell entspricht fast exakt dem Anlagekonzept der insolventen Pareli Beteiligungs-GmbH.

Der Wel Fonds GmbH & Co. KG geht es laut aktueller Bilanz finanziell sehr schlecht.

Ein Blick ins Handelsregister offenbart die Probleme der Wel Fonds GmbH & Co. KG. Die letzte veröffentlichte Jahresbilanz für das Jahr 2011 lässt Schlimmes befürchten. Fehlenden Umsätzen standen jahrelang Kosten gegenüber, die das Eigenkapital aufgezehrt haben.

Das Unternehmen ist aus bilanzieller Sicht quasi pleite. Warnend heißt es deshalb in aktuellen Wirtschaftsauskünften: “Der letzte Jahresabschluss weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Das Unternehmen ist somit bilanziell überschuldet.”

Seit 2011 wurden keinerlei Bilanzzahlen mehr übermittelt. Wel Fonds zahlt wohl lieber die Strafe für dieses Versäumnis, als Transparenz herzustellen.

Steht Wel Fonds kurz vor der Pleite?



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