Adler2. August 2022 | 19:41 | Lesedauer ca. 4 min | Autor: GoMoPa-Redakteur Peter Stracke

ADLER! „Dann fahren Schwager und Boss ein…“


Adler und das verfallene Glasmacherviertel (Foto) in Düsseldorf Gerresheim: „Die BaFin hat genauso reagiert, wie ich vermutet habe“, kommentiert ein Insider eines der leitenden Immobilien AG’s gegenüber GoMoPa die BaFin-Bekanntmachung vom 1. August 2022, dass die 2019er Bilanz der Berliner Adler Real Estate AG eine überhöhte Immobilienbewertung enthält.

Der markante Glasturm, das Kesselhaus sowie die Elektrozentrale der ehemaligen Glashütte © Glasmacherviertel GmbH & Co. KG

Der Insider sagte gegenüber GoMoPa: „Sie haben sich den einen Deal rausgenommen von dem Schwager, wo der Schwager das Ding für 170 bis 230 Millionen Euro zu teuer gekauft hat. Der dann rückabgewickelt wurde. Genau das war der Konzerngewinn. Und jetzt werden alle sagen: Wenn die Bilanz richtig gewesen wäre, dann hätte ich niemals die eine Milliarde Bonds gezeichnet. Weil der Deal zu teuer war, wurde er rückabgewickelt. Und wenn sich jetzt noch rausstellt, dass der Schwager das Geld nicht hat, dann fahren wahrscheinlich beide ein.“

„Das Ding“ – das ist nach Recherchen GoMoPas der Deal um das Gerresheim-Areal in Düsseldorf, über den GoMoPa hier bereits berichtete.

“Beide” – das sind Cevdet Caner und Schwager Josef Schrattbauer

Der Österreicher Cevdet Caner (48) aus Linz und Monaco ist seit 4. Juli 2022 CEO der Aggregate Holdings S.A. aus Luxemburg, die wiederum 6 Prozent an der Adler Group S.A. hält © Offizielles Foto Aggregate Holdings S.A.

Die Akteure sind Cevdet Caner (48, offizielles Aggregate-Foto, Ex-Adler Group-Berater, heute über Aggregate Holding S.A. aus Luxemburg mittelbarer Aktionär der Adler Group S.A.) aus Linz und sein Schwager Josef Schrattbauer (50, Alleininhaber und Chef der Berliner Spree Group) aus Haag in Österreich. Der dubiose Verkaufs-Deal des Immobilienprojekts Glasmacherviertel in Düsseldorf Gerresheim im Jahr 2019 von einer Amsterdamer Adler-Tochter an die Spree Group fällt den beiden Österreichern jetzt auf die Füße.

Der Wert der Immobilie war in der 2019er Adler-Bilanz mit 375 Millionen Euro angesetzt. Das finden die BaFin-Prüfer in ihrer Presseerklärung vom 1. August 2022 „um mindestens 170 Millionen Euro bis höchstens 233 Millionen Euro zu hoch bewertet.“

Die BaFin hat Strafanzeige gestellt. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Bilanz-Betrug, wie das Handelsblatt am 1. August 2022 meldete.

Eine weitere GoMoPa-Quelle teilte heute mit: „Adler hat bereits gestern Abend noch Rechtsmittel gegen den Bescheid der BaFin eingelegt. Sie wollen den Rechtsweg ausschöpfen.“

Ihr Kommentar: „Die nächste Eskalationsstufe wird jetzt wohl die Hausdurchsuchung werden.“

Adler: Der Deal mit dem Schwager

 




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