Die Anleger der Emittentin NL Nord Lease AG aus Hamburg (ehemals Albis Leasing AG) haben sich größtenteils damit abgefunden, dass sie ihr eingesetztes Kapital nicht zurückerhalten. Für zusätzliche schlechte Stimmung sorgen die aktuellen Vorgänge rund um die Unternehmensgruppe.

 

Einige Anleger hofften, dass mit der Übernahme der Albis Leasing AG ein Teil ihres Investments gerettet werden könnte. Doch die Nord Lease AG ließ sie durch den neuen Chef, Rechtsanwalt Boris Hoffmann aus Baden-Baden, eines Besseren belehren. GoMoPa.net berichtete.

In einer aktuellen Ad-Hoc-Meldung teilte die NL Nord Lease AG ihr Desinteresse an der ALBIS Leasing AG mit. Die Übernahme sei nie gewünscht gewesen und Nord Lease habe auch kein gesteigertes Interesse am Geschäft der ehemaligen Albis Leasing AG. Vielmehr sei die Übernahme des Unternehmens ausschließlich den äußeren Umständen geschuldet:

Die NL Nord Lease AG, Hamburg, Deutschland, und Herr Boris Hofmann, Baden-Baden, Deutschland, als bestimmender Aktionär, haben uns jeweils gemäß § 27a Abs. 1 WpHG am 12.12.2014 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10%-Schwelle vom 12.11.2014 darüber informiert, dass:

die Aktien im Rahmen von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen aus einem vorliegenden Zahlungstitel erlangt hat;

mit dem Erwerb der Stimmrechte kein langfristiges strategisches Engagement bei der ALBIS Leasing AG anstrebt und nicht die kurzfristige Erzielung von Handelsgewinnen im Vordergrund der Investition steht;

nicht beabsichtigt, innerhalb der nächsten 12 Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, es sei denn im Rahmen von Vollstreckungs- oder Verwertungsmaßnahmen aus einem vorliegenden Zahlungstitel;

keine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten anstrebt;

keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik anstrebt.

es sich bei der Herkunft der verwendeten Mittel zum Erwerb der Stimmrechte nicht um Fremdmittel handelt.

Parallel zu diesen wenig optimistischen Nachrichten scheinen einige Akteure der NL Nord Lease AG Profit aus der Situation schlagen zu wollen.

 

Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt aktuell vor der “Informations- und Interessengemeinschaften privater Kapitalanleger”, die vom SVB (Sachverständigenbüro) Bernhard Ehlen aus Minderlittgen in Rheinland-Pfalz gesteuert wird.

Gezielt werden Teilhaber telefonisch oder schriftlich kontaktiert. Die Verbraucherschützer beschreiben den Verlauf des Gesprächs: