Seinen ältesten und von Euro am Sonntag als Fonds-Rakete bezeichneten Aktienfonds ACATIS Aktien Global aus dem Jahre 1997 managet der Mit-Gründer des Frankfurter Emissionshauses ACATIS Investment KVG mbH (ACATIS.de) Dr. Hendrik Leber (62) nach wie vor lieber selbst – von Menschenhand.

 

Der rund 303 Millionen Euro schwere Fonds schaffte allein im letzten halben Jahr ein Plus von 7,65 Prozent und damit fast doppelt so viel wie der gesamte Fondssektor (plus 3,65 Prozent). In den letzten zehn Jahren schaffte der ACATIS Aktien Global ein Plus von rund 137 Prozent.

 

Die drei Inhaber und Geschäftsführer der ACATIS Investment KVG mbH aus Frankfurt am Main (...mehrDie drei Inhaber und Geschäftsführer der ACATIS Investment KVG mbH aus Frankfurt am Main (Taunusanlage 18) von links nach rechts: Dr. Claudia Giani-Leber (62, Marketing, 45 Prozent Anteile), Dr. Hendrik Leber (62, Portfoliomanagement, 45 Prozent Anteile) und Faik Yargucu (61, Vertrieb, 10 Prozent Anteile), alle aus Frankfurt am Main © Ausriss aus ACATIS.deDie drei Inhaber und Geschäftsführer der ACATIS Investment KVG mbH aus Frankfurt am Main (…m ... mehrDie drei Inhaber und Geschäftsführer der ACATIS Investment KVG mbH aus Frankfurt am Main (…mehrDie drei Inhaber und Geschäftsführer der ACATIS Investment KVG mbH aus Frankfurt am Main (Taunusanlage 18) von links nach rechts: Dr. Claudia Giani-Leber (62, Marketing, 45 Prozent Anteile), Dr. Hendrik Leber (62, Portfoliomanagement, 45 Prozent Anteile) und Faik Yargucu (61, Vertrieb, 10 Prozent Anteile), alle aus Frankfurt am Main © Ausriss aus ACATIS.de

 

Dafür zeichnete ihn der Münchener Finanzen Verlag (boerse-online.de, finanzen.net) in diesem Jahr mit einem goldenen Bullen (Fund Award 2019) aus und kürte Dr. Leber vor zwei Jahren als “Fondsmanager des Jahres 2017”.

Fondsmanager Dr. Leber:

Warren Buffett hat mich inspiriert.

Und auch seinen neuesten Fonds, den am 11. Juni 2019 emittierten ACATIS QILIN Marco Polo Asien Fonds überlässst er nicht einer Maschine.

 

Der Starmanager (FONDS professionell online) holt sich bei der Auswahl von privaten chinesischen Unternehmen menschliche Hilfe von der Qilin Capital GmbH aus Zossen in Brandenburg. Das Unternehmen ist ein auf Asien und insbesondere China spezialisiertes Investment Research House und ein in Deutschland zugelassener Finanzanlagenvermittler.

Federführend sind die beiden ehemaligen McKinsey Direktoren Prof. Dr. Ingo Beyer von Morgenstern und Dr. Stefan Albrecht mit gemeinsamen 25 Jahren Asien-und China-Erfahrung vor Ort. Qilin Capital hat ein eigenes asiatisches Analyseteam in Shanghai, eine enge Verbindung mit der führenden chinesischen Elite-Universität Tsinghua, und eine proprietäre und getestete Forschungsmethodik DETEC Detecting Emerging Champions.

Seit 2016 experimentiert ACATIS auch mit einer selbstentwickelten KI Künstlichen Intelligenz, einem selbst lernenden, digitalen Geldmanager, der den Menschen ersetzt.

 

Doch die auf den Namen “Maschine” getaufte KI oder englisch AI Artificial Intelligence, die von der 2016 gegründeten ACATIS-Forschungsfirma Quantenstein GmbH unter Leitung von Mathematiker Kevin Endler (33) aus Mainz-Kostheim entwickelt wurde, konnte den menschlichen Manager Dr. Leber beim weltweit ersten KI-geführten Fonds (Fondsvolumen zirka 20 Millionen Euro) nicht schlagen.

 

Der ACATIS Investement KVG mbH Portfoliomanager Dr. Hendrik Leber (62, links) aus Frankfurt/Main und...mehrDer ACATIS Investement KVG mbH Portfoliomanager Dr. Hendrik Leber (62, links) aus Frankfurt/Main und sein KI-Forscher Mathematiker Kevin Endler (33) aus Mainz-Kostheim in Hessen, Geschäftsführer der hundertprozentigen ACATIS-Tochter Quantenstein GmbH, Taunusstraße 18, Frankfurt am Main © Ausriss aus ACATIS.deDer ACATIS Investement KVG mbH Portfoliomanager Dr. Hendrik Leber (62, links) aus Frankfurt/Main und ... mehrDer ACATIS Investement KVG mbH Portfoliomanager Dr. Hendrik Leber (62, links) aus Frankfurt/Main und…mehrDer ACATIS Investement KVG mbH Portfoliomanager Dr. Hendrik Leber (62, links) aus Frankfurt/Main und sein KI-Forscher Mathematiker Kevin Endler (33) aus Mainz-Kostheim in Hessen, Geschäftsführer der hundertprozentigen ACATIS-Tochter Quantenstein GmbH, Taunusstraße 18, Frankfurt am Main © Ausriss aus ACATIS.de

 

Unter relativ großem medialen Echo gab ACATIS im März 2017 bekannt, den ersten UCITS-Fonds (EU-Richtlinien-konformen Fonds) zu lancieren, der ausschließlich von einer künstlichen Intelligenz gesteuert wird. Partner war die BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH aus der Karlstraße 35 in München.

Der Name des Fonds lautete: BayernInvest ACATIS KI Aktien Global. Der Fonds richtete sich zunächst an institutionelle Investoren in Bayern.

Man hatte hohe Erwartungen an das Produkt. In den Rückrechnungsmodellen hätten sich “beeindruckende Resultate” gezeigt, äußerten sich die Partner optimistisch.

Grundsätzlich ließ man der KI “freie Hand”. Das Fondsvermögen sollte aber mindestens zu 51 Prozent in Aktien investiert werden, die an Börsen der entwickelten Länder notieren. Auswahlkriterium bei der Titelwahl sollte die fundamentale Attraktivität der Unternehmen sein.

Algorithmen können praktisch unbegrenzte Datenmengen in kürzester Zeit auswerten, Muster erkennen und daraus Schlüsse ziehen.

Der 1994 gegründete deutsche Vermögensverwalter ACATIS (aktuell zirka 6 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen) hat über viele Jahre 200.000 Geschäftsberichte, 600.000 Quartalsberichte und 1,5 Millionen Ad-hoc-Meldungen ausgewertet.

Für einen Geschäftsbericht mit 300 Seiten braucht die Maschine nur eine Sekunde. Zu solchen klassischen Informationen hinzu kommen zunehmend neue Datenquellen wie Kommentare im Internet und in sozialen Medien, Videos oder auch Satellitenbilder.

KI-Entwickler Kevin Endler schwärmte gegenüber dem Hamburger Maklerpool Netfonds AG:

Eine Maschine kann in der gleichen Zeit viel mehr Daten auswerten als ein Mensch, und sie handelt emotionslos ohne Rücksicht auf ein Bauchgefühl…

Die Maschine kann im Rückblick auf die Vergangenheit Warnsignale entdecken, die der Mensch ausblendet, weil ihm heutige Gegebenheiten deutlich präsenter sind als lang vergangene.

“Die Maschine” sollte besser werden, als es menschliche Fondsmanager je waren. Besser als Investorenlegende Warren Buffett.

Nach dem ersten halben Jahr machte sich Ernüchterung breit.

Anstatt den MSCI zu schlagen oder auch nur in dessen Nähe zu kommen, notierte der KI-Fonds rund 12 Prozent im Minus. Der Markt legte im selben Zeitraum fast zehn Prozent zu.

Schon nach 9 Monaten stiegen die Bayern wieder aus: