Die Aktionäre der Wiener Teak Holz International AG (THI AG) hatten seit der Emission der Aktie im Jahr 2007 wenig Freude an Ihrem Investment. Geworben wurde mit Renditen von 12 Prozent und mehr, doch seit der Emission verlor der THI-Titel rund 85 Prozent an Wert. Und es geht noch schlimmer! Das Unternehmen teilte unlängst mit, dass die Staatsanwaltschaft gegen ehemalige Vorstände und die THI AG selbst ermittelt.
Die Ad-Hoc-Meldung vom 20. Oktober 2014 hatte es in sich. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat dem THI-Vorstand mitgeteilt, dass gegen ehemalige Vorstände des Unternehmens, wegen des Verdachts von Delikten nach Paragraph 255 AktG (Erstellung fehlerhafter Bilanzen) einerseits und wegen der Paragraphen 146,147 StGB (schwerer Betrug) anderseits ermittelt wird. Auch gegen die Gesellschaft werden Ermittlungen nach dem Verantwortlichkeitsgesetz geführt. Die Staatsanwälte interessieren sich insbesondere für den Zeitraum Juni 2007 bis November 2012.
Die Vermutung der Fahnder ist, dass die Manager der Wiener THI AG im Zusammenhang mit dem IPO (Erst-Emission eines Titels an der Börse) Falschbewertungen der Vermögenswerte veröffentlicht haben. Wer die Tatverdächtigen sind, möchten die Staatsanwälte derzeit allerdings noch für sich behalten. Nur so viel wird preisgegeben: weder gegen ehemalige Aufsichtsräte noch gegen den derzeitigen Vorstand Dr. Franz Fraundorfer wird ermittelt.
Da es sich um ehemalige Vorstände der THI AG im Zeitraum 2007 bis 2012 handelt, kommen nicht sonderlich viele Personen als Tatverdächtige in Frage. Hierzu gehören:
Mag. Johannes Hofer
Mag. Reinhard Pfistermüller
Klaus Hennerbichler
Dr. Martin Pree
Dr. Markus Baumgärtner
Mag. Siegfried Mader
Die Entwicklung der Teak Holz International AG – Aktie spricht dafür, dass es fehlerhafte Bewertungen gegeben haben könnte.