Der FC Schalke 04 ist als Kumpel- und Malocher-Club entstanden… Er ist und bleibt ein Verein im Sinne des deutschen Vereinsrechts. In guten und in schlechten Zeiten.

 

So steht es im Leitbild, das die Mitgliederversammlung des Gelsenkirchener Bundesliga-Fußballklubs FC Schalke 04 e.V. im Sommer 2012 verabschiedet und 2015 ergänzt hat.

 

 Das 2012 von der Mitgliederversammlung verabschiedete Leitbild des Gelsenkirchener Bergarbeitervereins FC Schalke 04 e.V. lautet: "Wir leben dich." © Leitbild Schalke04.deDas 2012 von der Mitgliederversammlung verabschiedete Leitbild des Gelsenkirchener Bergarbeiterverei ... mehrDas 2012 von der Mitgliederversammlung verabschiedete Leitbild des Gelsenkirchener Bergarbeitervereins FC Schalke 04 e.V. lautet: “Wir leben dich.” © Leitbild Schalke04.de

 

Der Verein gehört seit 116 Jahren ganz allein seinen 160.023 Mitgliedern.

Und im Leitbild wird versprochen:

Jeder von uns gibt sein Bestes für den Verein, egal ob Spieler, Mitarbeiter, Mitglied oder Fan.

Wir stehen mit breiter Brust für unseren FC Schalke 04 ein, in guten und in schlechten Zeiten.

Wir sind stolz, Schalker zu sein!

Doch können die Schalker ihre Tradition als Bergarbeiterverein, der am 4. Mai 1904 am Schalker Markt gegegründet worden ist, tatsächlich weiter aufrechterhalten?

Den Verein, der rote Zahlen schreibt, drückt aktuell eine Schuldenlast von etwa 200 Millionen Euro.

Erschreckend, was Schalke allein die Geisterspiele kosten:

 

Corona hat die Königsblauen im ersten Halbjahr vier Heimspiele in der Veltins-Arena (62.271 Zuschauerplätze) “gekostet”, die ohne Zuschauer ausgetragen werden mussten. Die finanziellen Folgen sind enorm, allein diese vier Matches rissen ein Loch von 25 Millionen Euro in die Kasse: 10 Millionen bei Ticketverkäufen, 7 Millionen im Sponsoring (Stichwort: Logen), 6 Millionen im Catering, 2 Millionen im Vermietungsgeschäft mit der Veltins Arena. Das macht gut 6 Millionen Euro für jedes Geisterspiel.

In der laufenden Spielzeit bis Weihnachten stehen Schalke weitere sechs Geisterspiele ins Haus – und dann wahrscheinlich noch elf weitere zwischen Weihnachten und Saisonende.

Der Verein blutet aus, und das auch wegen des Kaders: