BPMC AG LTD24. März 2021 | 16:24 | Lesedauer ca. 6 min | Autor: GoMoPa-Redakteur GS

BPMC AG LTD: Investorenärger mit bayerischer Trockeneis-Unternehmerin Birgit Papcke aus Eze


Was hatte sich der Bonner Privatanleger zunächst gefreut: Jeden Monat flossen 8.000 Euro Zinsen auf sein Konto für seine angelegten 400.000 Euro, die er der Londoner Beteiligungsgesellschaft PBMC AG LTD der bayerischen Trockeneis-Reinigungs-Unternehmerin Birgit Papcke (59) im November 2020 als Darlehen zur Verfügung gestellt hatte, die im Augenblick in Eze an der französischen Cote d’Azur leben soll.

 

 

Nach 2 Monaten versiegten die vertraglich zugesicherten Mindestzinsen von 2 Prozent auf das Investorendarlehen eines Bonners an die Londoner Beteiligungsgesellschaft BPMC AG Ltd. von der bayerischen Unternehmerin Birgit Papcke (59) in Eze an der Cote d'Azur, die in Trockeneis-Reinigungsunternehmen investiert, bei der sie ebenfalls Direktorin ist © Ausrisse aus "Darlehn Kooperationsvertrag" vom 12. November 2020 und aktueller Ausriss aus bpmcagltd.com/de/projekteNach 2 Monaten versiegten die vertraglich zugesicherten Mindestzinsen von 2 Prozent auf das Investor ... mehrNach 2 Monaten versiegten die vertraglich zugesicherten Mindestzinsen von 2 Prozent auf das Investorendarlehen eines Bonners an die Londoner Beteiligungsgesellschaft BPMC AG Ltd. von der bayerischen Unternehmerin Birgit Papcke (59) in Eze an der Cote d’Azur, die in Trockeneis-Reinigungsunternehmen investiert, bei der sie ebenfalls Direktorin ist © Ausrisse aus “Darlehn Kooperationsvertrag” vom 12. November 2020 und aktueller Ausriss aus bpmcagltd.com/de/projekte

 

Doch nach 2 Monaten versiegten die vertraglich zugesicherten Mindestzinsen von 2 Prozent auf das Investorendarlehen. Schlimmer noch: Als der Anleger von seinem Kündigungsrecht Gebrauch machte, wurde die Kündigung nicht akzeptiert. Er bekam seine Einlage nicht zurück.

Papcke ist schon lange Unternehmerin, aber mit vielen Rückschlägen.

 

Als junge Kauffrau hatte sie 1998 am Sonderflughafen Oberpfaffenhof in Brunnthal im Landkreis München gemeinsam mit dem Techniker Raphael Rotstein aus Brunntahl die Firma Green Tech GmbH und ein Jahr darauf die Green Tech GmbH & Co. KG für innovative Trockeneis-Anlagen gegründet, die sie auf Youtube zeigt.

Die fanden Einsatz beim Säubern der Schweißstraßen von BMW oder der Reifenformen bei Continental, aber auch im Denkmalschutz, zur Fassadenreinigung oder bei der Kaugummibeseitigung auf Gehwegen – und das ohne Einsatz von Wasser oder gar Chemie.

Mit neun Mitarbeitern machte die damalige Erfolgsfrau umgerechnet an die 1,5 Millionen Euro Umsatz, ein Drittel davon im Ausland.

Aber Ihr größtes Problem sah sie in zu hohen Lohnkosten, wie sie 1998 in einem Interview DER ZEIT sagte.

So würden Unternehmer mit Gewalt aus dem Land getrieben. Zumal das soziale Netz viel zu engmaschig sei und deshalb viele gar nicht arbeiten wollten. Sie jedenfalls suchte händeringend Mitarbeiter – auch mit geringer Qualifikation.

Ihr Fazit:

Die Deutschen müssen umdenken. In anderen Ländern wissen die Leute Arbeitsplätze zu schätzen.

2005 musste sie beim Amtsgericht Weilheim für ihre Green Tech GmbH & Co. KG Insolvenz anmelden. Der Insolvenzverwalter bekam die jahrelange bilanzielle Überschuldung von mehr als 2 Millionen Euro in den Bilanzen 2007 bis 2009 nicht in den Griff. Die Firma erlosch 2011, Aktenzeichen: IN 390/05.

Ein neuer Versuch in München mit neuen Investoren wie etwa Claudia Kluthe aus München, Serge Hassan Hosseinzade Dolkhani aus München und Edmund Fischer (54) von der EF Handelsagentur GmbH aus München ging schief.

Die 2010 in München gegründeten IGAI GmbH und IGAI Green Tech GmbH & Co. KG wurden schon im Folgejahr liquidiert und sind 2012 erloschen.

Doch Birgit Papcke gab nicht auf.

Im Jahr 2000 gründete sie in Monte Carlo in Monaco ihre GREEN TECH MC SARL.

2014 meldete sie ihre Druckluftvorrichtung zum Strahlen von Trockeneis zum Patent an.

Doch am 4. März 2016 erklärte ein Gericht in Monaco die GREEN TECH MC SARL als vermögenslos und forderte die Gläubiger auf, ihre Forderungen anzumelden.

Birgit Papcke meldete einen Wohnsitz in Hünenberg im Kanton Zug in der Schweiz an und ließ im Juli 2018 bei der Fidiuris GmbH in der Gotthardstraße 3 in Zug eine Methone Investment AG für Vermögensmanagement und Anlagebetreuung eintragen.

Bei dieser Fidiuris GmbH meldete sie außerdem noch eine PBMC Holding AG sowie eine Nice Group ART AG an. Beide Firmen befinden sich in Liquidation.

Am 3. September 2020 meldete Birgit Papcke in London die Beteiligungsgesellschaft BPMC AG Limited an (Schreibweise im Handelsregister BPMCAG LTD).

Die verspricht auf Ihrer Homepage BPMCAGLTD.com/de:

Wir beteiligen uns vorzugsweise an Unternehmen, die die folgenden Kriterien erfüllen:

Umsatzerlös oder Bilanzsumme ab 10 Millionen Euro

Nachhaltig positive Ertragslage.

Schaut man auf die Projektseite, findet sich da nur eine Firma Lion App V Limited mit einer App für Social Cooking, mit der sich Menschen bei fremden Leuten bekochen lassen können.

Und die Trockeneis-Reinigungsfirma Green Tech (Gib) V Limited.

Das Wort Gib steht für Gibraltar. Dort wurde die Firma am 8. Dezember 2016 angemeldet.

Deren Direktorin ist Birgit Papcke. Das heißt, über die BPMC AG LTD investiert Birgit Papcke in sich selbst.

Als Korrespondenzanschrift hat Birgit Papcke als Direktorin der Green Tech (Gib) V Limited einen Wohnsitz in Poole, einer Küstenstadt am Ärmelkanal in der Grafschaft Dorset in Südwestengland angegeben.

Gegenüber GoMoPa beklagte der Anleger der BPMC AG LTD heute:

Gemäß Vertrag wurde mir eine monatliche Rendite in Höhe von 2% garantiert. Mein Geld (400.000 Euro) habe ich Mitte November 2020 vereinbarungsgemäß auf ein Treuhandkonto eines von Ihr benannten renommierten Berliner Treuhänders überwiesen.

Der Name des Treuhänders lautet: Fenniger & Fenniger Rechtsanwälte in Berlin Halensee.

Bislang habe ich vom Treuhänder keinen schriftlichen Nachweis erhalten, an welche Bank er mein Geld weitergeleitet hat.

Ferner fehlt von Frau Papcke der vertraglich zugesicherte Nachweis, dass mein Geld tatsächlich bei ihr angekommen ist und welche Anlagen mit welcher Laufzeit Sie bei welcher Bank mit meinem Geld getätigt hat.

Die ersten beiden vertraglich zugesicherten Renditen für die Monate Dezember 2020 und Januar 2021 habe ich auch erhalten.

Am 22. Februar 2021 habe ich jedoch den Vertrag rechtswirksam und vertragskonform bei Frau Papcke zum 28. Februar 2021 gekündigt.

Mit der Kündigung fingen die Probleme dann richtig an. Gemäß Vertrag hätte Frau Papcke mir mein Geld nach der Kündigung nach 10 Banktagen (= 12. März 2021) zurückzahlen müssen.

Trotz mehrfacher schriftlicher und mündlicher Aufforderungen ist die Rückzahlung bis zum heutigen Tage nicht erfolgt. Ferner wurde auch die Rendite für Februar 2021 nicht ausgezahlt.

Die wesentliche Korrespondenz mit Frau Papcke und Herrn Rechtsanwalt Fenniger habe ich Ihnen beigefügt.

Frau Papcke verweigert bislang jegliche direkte Kommunikation. Lösungsorientierte Vorschläge wurden weder von Ihr noch vom Rechtsanwalt Fenniger gemacht.

Seitdem der Treuhänder Fenniger am 19. März 2021 das Mandat für Frau Papcke niedergelegt hat, herrscht Funkstille.

In der letzten Rückmeldung der Berliner Kudamm-Anwälte Oliver und Patrick Fenniger vom 19. März 2021 richteten sie von Birgit Papcke aus:

Sie teilt mit, die Kündigung könne nicht akzeptiert werden, weil

1. eine Frau WXXXX, die ihre Informationen ausschließlich von Ihnen haben konnte, versucht hatte, erpresserisch zusätzliche Provisionen zu bekommen, was durch E-Mails belegt werden kann.

2. Frau Papcke die Auffassung vertritt, die Kündigung stamme nicht von Ihnen, sondern von Frau WXXX, die im Vorfeld gedroht habe, Sie zur Kündigung zu bewegen…

Dabei hatte der Bonner Anleger in seiner schriftlichen Kündigung vom 22. Februar 2021 den Grund für seine Kündigung sogar angegeben:

Die von Ihnen telefonisch zugesagte Rückzahlung innerhalb in 6 bis 8 Wochen ist für mich leider nicht annehmbar, da mein Bruder aufgrund drohender Insolvenz sehr kurzfristig auf mein Geld angewiesen ist.

 

Der Anleger versicherte Birgit Papcke in einer E-Mail vom 20. März 2021 bezüglich seiner Kündigung:

Ich kann Ihnen aber versichern, dass ich dazu durch Dritte weder erpresst, bedroht, noch aufgehetzt wurde.

 

Gegenüber GoMoPa erläuterte der Anleger bezüglich seiner Beraterin:

Frau WXXXX ist meine Vertrauensperson, die mit Frau Papcke nichts zu tuen hat. Auch Frau WXXXX wurde von Fr. Papcke geschädigt.

 

Die Sache mündete schließlich in einer Strafanzeige.

Am 20. März 2021 teilte der Anleger der Unternehmerin Birgit Papcke per E-Mail mit:

Da ich weder von Ihnen noch von Ihrem ehemaligen Rechtsanwalt Fenniger einen lösungsorientierten schriftlichen Vorschlag für die jetzige Situation erhalten habe, habe ich gestern über meinen Anwalt bei der Staatsanwaltschaft gegen Sie eine Strafanzeige wegen Betruges und Veruntreuung meines Geldes gestellt.

 

Der Anleger ergänzte heute gegenüber GoMoPa:

Ich vergaß zu erwähnen, dass Frau Papcke mein Geld angeblich bei beziehungseise über die Zuger Kantonalbank (Bahnhofstraße 1, 6301 Zug) angelegt hat. Einen Beleg dafür hat sie bislang nicht geliefert.

Birgit Papcke hat angeblich sowohl in der UK als auch in der Schweiz einen Trade Account.

 

Update vom 26. März 2021

Birgit Papcke mailte uns aus Eze:

Danke für Ihre Antwort.

Der veröffentliche Bericht entspricht nicht der Wahrheit. Keines der dort beschriebenen Aktivitäten hat stattgefunden. Etwas, das es nicht gibt, kann man auch nicht belegen.

Das ich einmal mit CO2-Strahlanlagen erfolgreich war, stimmt.

Ich mache aber keinerlei Investment Betrügereien. Die beschriebenen Vorfälle haben nicht stattgefunden.

Ich bitte Sie dieses zu löschen.

Es wäre nett, wenn Sie das machen würden.

Und billig ist es nicht… etwas Gelogenes zu beschreiben… .das kann man auch nicht widerlegen… das Ganze hat nicht stattgefunden, das ist alles… so ist das, wenn man gegen Lügen vorgehen muss, es gibt nichts.

Vielen Dank

Birgit Papcke

Nun denn…




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