Uruguay25. November 2010 | 13:11 | Lesedauer ca. 11 min | Autor: GoMoPa-Redakteur GS

Uruguay: anonyme Konten und lohnende Investments


Uruguay ist ein internationaler Finanzplatz, aber ab nächstes Jahr kein Schwarzgeld-Paradies mehr. Das Bankgeheimnis in Uruguay galt bislang als so sicher wie in der Schweiz. Jetzt ist es für Deutsche auf den ersten Blick nichts mehr wert. Auf den zweiten Blick gibt es allerdings Ausnahmen.

 

Genauso wie die Schweiz erteilt zunächst einmal auch Uruguay ab dem 1. Januar 2011 den deutschen Finanzbeamten jede Auskunft, die sie wünschen. War das Bankgeheimnis im letzten Doppelbesteuerungsabkommen vom 17. September 1982 extra verankert worden, so flog es jetzt in der Neufassung vom 9. März 2010 ausdrücklich raus.

Laut Artikel 25, Paragraf 25, Absatz 3 kann die Erteilung von Informationen nun nicht mehr deshalb abgelehnt werden, “weil sich die Information bei einer Bank, einem sonstigen Finanzinstitut, einem Bevollmächtigten, einem Vertreter oder Treuhänder befindet oder weil sie sich auf das Eigentum an einer Person bezieht.”

Den Sturz der Steueroase Uruguay leitete Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle (FDP) mit einem persönlichen Kurztrip am 9. März 2010 nach Uruguay ein. Uruguay unterschrieb das neue Abkommen, weil es nicht mehr länger auf einer schwarzen oder grauen Liste der Europäischen Union stehen wollte.

Ab nächstes Jahr darf weiterhin nur ein Richter Einsicht in ein Konto nehmen, aber während dies bisher nur im Rahmen eines bereits laufenden gerichtlichen Verfahrens erfolgen konnte, kann dies künftig auch nach Anfrage einer in- oder ausländischen Finanzbehörde geschehen, sofern Uruguay mit dem entsprechenden Land ein Doppelbesteuerungsabkommen hat. Dabei muss kein begründeter Verdacht auf Betrug vorliegen.

Uruguay hat aktuell zwölf Doppelbesteuerungen unterzeichnet, und zwar mit Deutschland der Schweiz, Spanien, Portugal, Frankreich, Belgien, Finnland, Malta, Luxemburg, Liechtenstein, Mexiko und Südkorea. In Verhandlung sind solche Abkommen mit Indien, Malaysia und Ecuador. Österreich steht noch nicht auf der Liste, auch nicht die USA. Mit Argentinien und Brasilien sollen entsprechende Verhandlungen demnächst aufgenommen werden.

Die gesamte Opposition sowie Vertreter des Bankensektors in Uruguay halten dies für ein Eigentor und prognostizieren einen Vertrauensverlust und Kapitalabfluß aus Uruguay.

Acht Freihandelszonen in Uruguay

 

Doch das gilt nicht für ganz Uruguay. Für ausländische Business- und Großkunden gibt es acht geschützte Orte, wo anonyme Nummernkonten noch anonym bleiben. Hier operieren viele internationale Banken, wobei nicht wenige gar keinen Schalterverkehr für Kleinkunden und normale Einleger haben, sondern mit ihren Repräsentationsbüros nur Business- und Großkunden zur Verfügung stehen. Das Haus Rothschild, Merrill Lynch oder die Deutsche Bank AG sind hier präsent.

Mit dem Gesetz Nr. 15.921 von 1987 wurde die Förderung und Entwicklung von Freihandelszonen zum nationalen Interesse Uruguays erklärt. Ziel ist es, vermehrt Investitionen ins Land zu holen, Exporte und Beschäftigung zu steigern und die internationale Integration zu fördern. Die Freihandelszonen können von der öffentlichen Hand oder von privaten Investoren betrieben werden.

Derzeit gibt es in Uruguay zwei öffentliche Freihandelszonen, Colonia und Palmira, wobei erstere von einem privaten Unternehmen verwaltet wird.

Darüber hinaus wurden sechs private Lizenzen für Freihandelszonen in Montevideo, Rio Negro, Florida, Nueva Helvecia, San Jose und Rivera vergeben.

In den Freihandelszonen können alle Handels-, Industrie- und Dienstleistungsaktivitäten getätigt werden, mit Ausnahme der Einfuhr von Waffen, Munition und anderen Rüstungsgütern sowie von Waren, die den Interessen des Landes entgegenstehen. Die Aufsicht und Kontrolle wird vom Wirtschafts- und Finanzministerium ausgeübt, die Zuständigkeiten der nationalen Zollbehörde beschränken sich auf die Kontrolle des Zu- und Abgangs der Waren.

Das Gesetz über Freihandelszonen stuft die Wirtschaftssonderzonen als quasi extraterritoriale Gebiete ein, die weitgehend von Steuern und Zollabgaben befreit sind.

Die in den Freihandelszonen ansässigen Unternehmen genießen im Einzelnen folgende Vorteile:

 

Anwendung des Bankgeheimnisses, das heisst Vertraulichkeit aller Kontoinformationen.

Befreiung der in den Freihandelszonen ansässigen Unternehmen von allen derzeitigen oder zukünftigen nationalen Steuern, mit Ausnahmen von Abgaben für die Sozialversicherung.

Befreiung von Sozialabgaben für ausländisches Personal, das allerdings auf maximal 25 Prozent der gesamten Mitarbeiterzahl beschränkt ist.

Befreiung aller Einfuhren in die Freihandelszonen von jeglichen Einfuhrabgaben oder -steuern (uruguayische Waren werden als Ausfuhren aus Uruguay betrachtet).

Befreiung aller Ausfuhren aus den Freihandelszonen von jeglichen Exportabgaben oder -steuern (Waren oder Dienstleistungen, die ins Land gehen werden als Einfuhren nach Uruguay betrachtet).

Höchstens Berechnung der kostendeckenden Ausgaben für Dienstleistungen der Hafenbehörde bei der Ein- und Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen. Da es sich um internationalen Transit handelt, dürfen die Hafengebühren nur einmal berechnet werden.

Die Staatsmonopole finden keine Anwendung auf die Freihandelszonen, so dass zum Beispiel Telefondienste und Mineralölprodukte frei eingekauft werden können.

Öffentliche Leistungen werden zu Sondertarifen angeboten.

Keine Begrenzungen im Kapital- und Devisenverkehr.

Externe Finanzinstitutionen (Offshore-Finanzinstitutionen) dürfen Geschäfte ausschließlich mit Kunden aus Drittländern machen. Hierzu zählen auch Geschäftsreisende und Mitarbeiter nicht ansässiger Firmen bei einem Aufenthalt in Uruguay von unter einem Jahr, Diplomatische Vertretungen und ihre ausländischen Mitarbeiter; im Ausland befindliche Firmenvertretungen von im Land ansässigen Unternehmen, Personen mit Wohnsitz im Ausland ohne besondere wirtschaftliche Interessen im Land, Finanzinvestmentunternehmen sowie die in den Freihandelszonen ansässigen Unternehmen. Die Offshore-Finanz institutionen unterliegen der Aufsicht durch die Zentralbank.

Der uruguayische Staat übernimmt die Haftung für mögliche Schäden, die sich für Unternehmen im Falle einer Änderung des Gesetzes über Freihandelszonen ergeben. Die erste und auch bedeutendste Wirtschaftssonderzone wurde in Uruguay im Jahr 1990 gegründet, die “Zona Franca de Montevideo”, die mittlerweile als “Zonamerica Business & Technology Park” firmiert.

Zonamerica S.A. ist zu 60 Prozent im Besitz der uruguayischen Dovat- Gruppe, 40 Prozent werden von der belgischen Katoen-Natie gehalten, die auch Mehrheitsaktionär des Konsortiums ist, das seit Ende 2001 die Nutzungsrechte für den Containerhafen Montevideo hat, und an dem wiederum die Zonamrica S.A. mit 10 Prozent beteiligt ist. Zonamerica hat Ende 2003 ein Darlehen in Höhe von 3,1 Euro von der Interamerican Investment Corporation (IIC), welche der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) zugehört, erhalten. Zweck des Darlehens ist die Förderung der Ansiedlung von nationalen und ausländischen Unternehmen in dem Büro- und Technologiepark. Neben den zuvor erwähnten Steuer- und Zollvorteilen bietet die Zonamerica hochmoderne Infrastruktur- und Serviceleistungen.

In der Zonamerica sind insgesamt rund 500 Unternehmen mit etwa 2.500 Beschäftigten angesiedelt. Hierzu gehören unter anderem:

Finanzdienstleistungen: Merryl Lynch, Royal Bank of Canada, Banco Santander, Raymond James, Prudential Financial, The Winterbotham Trust Company, Wachovia.

Beratung und Wirtschaftsprüfung: Caasu, HLB International, Price Waterhouse Coopers, HLB. Dovat Carriquiry & Asociados, Deloitte Touche Tohmatsu.

Software & IT: Artech, iPcom, Tata, GeneXus, Trintech, Bantotal, de Larroba.

Biotechnologie: Quiniman, Serono, Thercell, Unidetec.

Call Center: Merill Lynch, Synapsis, Sabre.

Logistik: Perugia, Costa Oriental, Transcargo, Estabilidad, Supralux, Almisur, Ilesir; Sony, Lexmark, Ricoh.

Service Center: Serono, Iosc, Markem, Philip Morris.

Zuletzt hat das US-Touristikunternehmen Sabre (1,5 Milliarden Euro Jahresumsatz 2005) entschieden, in der Zonamerica eine Investition in Höhe von 3 Millionen Euro für sein neues Call Center vorzunehmen, durch die über insgesamt 500 neue Arbeitsplätze entstehen sollen; dort sind etwa 220 Personen beschäftigt (fast ausschließlich Uruguayer). Bemerkenswert dabei ist, dass die Entscheidung für Uruguay nach vorausgegangenen Marktstudien auch in Indien erfolgte.

Zwei anstehende Großinvestitionen europäischer Firmen sollen als jeweils eigene Freihandelszonen operieren. Dabei handelt es sich um Investitionen der spanischen Ence (Holzchips) mit einem Volumen von rund 375 Millionen Euro und der finnischen Botnia (Zellulose) in Höhe von mehr als 750 Millionen Euro.

Außerhalb der Freihandelszonen müssen ab 2011 mehr Steuern gezahlt werden

Im restlichen Uruguay tritt 2011 eine Steuerreform in Kraft. Personen, die ihren Lebensmittelpunkt in Uruguay haben, das heißt, sich 183 Tage oder mehr im Jahr im Land aufhalten, sollen ab Januar nächsten Jahres 12 Prozent Einkommensteuer auf aus Bankguthaben und Aktienbesitz erzielte Zinsen und Dividenden bezahlen, auch wenn sich die entsprechenden Konten beziehungsweise Portfolios im Ausland befinden. Das betrifft alle Einwohner (spanisch “Residentes”), also auch in Uruguay lebende Ausländer.

Uruguayische Staatsbürger müssen zusätzlich noch Vermögensteuer für Bankguthaben und Aktienbesitz entrichten (Höchstsatz 2,5 Prozent, bei einem Freibetrag von 75.000 Euro). Es wird geschätzt, daß Uruguayer im Ausland genauso viel Kapital halten wie im Land selbst, nämlich jeweils rund 6,7 Milliarden Euro.

Uruguay bleibt für Investoren auch außerhalb der Freihandelszonen attraktiv

Dennoch ist Uruguay für ausländische Investoren auch außerhalb der Freihandelszonen attraktiv, um zum Beispiel in den jungen boomenden Immobilienmarkt, in die Produktion von Steaks, Reis und Wein oder die IT-Branche zu investieren. Uruguay ist Technologiestandort Nummer 1 in Lateinamerika. Ausschlaggebend für diesen Rang sind die Verbreitung von PCs, von Breitbandanschlüssen und Wireless?&nbspLan.

Ausländische Investoren werden wie die einheimischen behandelt, bekommen dicke Förderungen. Man braucht nicht, wie zum Beispiel in Brasilien, einen nationalen Partner. Kapitaleinfuhr- oder -ausfuhrbeschränkungen existieren nicht. Das Land hat eine stabile demokratische Regierung. Der Korruptionsindex in Uruguay ist laut Transparency International aus Berlin Tiergarten sehr niedrig. Uruguay ist Mitglied der MIGA (Multilaterale Gesellschaft für Investitionssicherheit) der Weltbank. Montevideo gilt als eine der sichersten Hauptstädte weltweit.

Besonders argentinische Staatsbürger sind auf der Suche nach neuen Horizonten, und ein attraktiver Standort ist für sie der Nachbar Uruguay. Nach Angaben der Zentralbank Uruguays betrugen die Einlagen Ende Februar 2009 rund 10.386 Milliarden Euro, wobei 1.914 Milliarden Euro Einlagen von Ausländern sind.

90 Prozent der ausländischen Einlagen stammen von Argentiniern. Laut Expertenaussagen sind die ausschlaggebenden Gründe für den starken Kapitalabfluss aus Argentinien nach Uruguay die Flexibilität, Sicherheit und die niedrige Steuerbelastung welche das uruguayische Bankensystem bietet sowie die Unsicherheit in Argentinien.

Aber auch reiche Russen haben Uruguay entdeckt. Russische Investoren bekundeten Ende vergangenen Jahres ihr Interesse an verstärkten Investitionen in die Eisenbahn, den Flugzeugbau und Automobilsektor sowie auch in die Erschließung neuer sowie der entdeckten Gas- und Erdölvorkommen. Dabei besteht Interesse an einer Zusammenarbeit beim Bau von leichten Flugzeugen und Autobussen.

Uruguay boomt

2010 soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut Prognosen sogar um 4 Prozent zunehmen. Der Landwirtschaftssektor erzielte trotz Trockenheit und niedrigen Weltmarktpreisen eine Zunahme des BIP von 3,5 bis 4 Prozent, schreibt America Economia. Die Arbeitslosenquote liegt bei knappe 7 Prozent.

Uruguay verfügt über ein weitgehendes Sozialsystem, die Gesundheitsfürsorge – und Vorsorge ist besser als in den meisten lateinamerikanischen Ländern. Die öffentlichen Krankenhäuser in Uruguay sind kostenlos und ermöglichen so allen Bevölkerungsschichten eine medizinische Versorgung. Das Personal ist sehr gut ausgebildet, allerdings sind die Wartezeiten sehr lang. Private Krankenhäuser werden von den monatlichen Beiträgen der Versicherten finanziert. Die monatlichen Beiträge sind um ein Vielfaches niedriger, da wegen der direkten Versicherung bei der jeweiligen Klinik keine Krankenkasse zwischen Versichertem und dem Leistungsträger vermittelt. Monatliche Beiträge für eine Krankenversicherung liegen je nach Leistungspaket zwischen 22 und 45 Euro.

Dank dem wirtschaftlichen Richtungswechsel nach der Krise 2002 ist Uruguay heute ein moderner Agrarlieferant, der neue Star auf dem Kontinent, ein Exportland mit Zukunft. Die neuseeländische Aktiengesellschaft “PGG Wrightson Farmin Systems Uruguay” welche seit 2005 in Uruguay Milch erzeugt, ist weiter auf Expansionskurs: Zurzeit werden 26 Betriebe bewirtschaftet und allein letzten Monat wurden 5 Millionen Liter Milch erzeugt. Bis zum Jahre 2012 ist geplant auf einer Fläche von 36.000 Hektar 49 Milchbetriebe zu bewirtschaften.

Für PGG Wrightson Farmin Systems ist die Basis für erfolgreiche Milcherzeugung die in Uruguay praktizierte Ganzjahresweide mit gezielter Zufütterung bei Fütterungsengpässen. Der Ertragsreichtum dieser Methode wird in Uruguay durch Beregnung und den Einsatz von hochwertigem Zuchtmaterial noch verstärkt.

Reisanbau

Uruguay als siebtgrößter Reiserzeuger weltweit ist bekannt für hervorragende Qualität. Dafür sprechen Sortenreinheit, die Verwendung zertifizierten Saatguts, die Zusammenarbeit mit der wachsenden Industrie sowie auch der Verzicht auf Gentechnik. Während der Ernte 2008/2009 wurden historische Rekorderträge von 8.000 Kilogramm pro Hektar erzielt.

Durch Rotationssysteme mit Futterbau sowie niedrigem Einsatz von Dünger und Agrochemikalien positioniert Uruguay seinen Reisanbau neu im Markt.

Tourismus

Insbesondere der Kreuzfahrttourismus beschert Uruguay einen Tourismusboom. 230.000 Passagiere besuchen jedes Jahr Punta del Este. An manchen Tagen im Januar legen 5 Schiffe mit Touristen zur gleichen Zeit an. Die Kreuzfahrt-Saison beginnt in Uruguay mitte November, wenn die “Minerva” der englischen Reederei Swan Hellenic Cruises aus West Sussex im Hafen von Montevideo einläuft, und geht bis März.

VIPs, Polo und Poker

Die Reichen und Schönen stehen Schlange, um im nie enden wollenden Sommer im südamerikanischen Uruguay am Atlantik Ferien zu machen. Der norwegische Multi-Millionär Alexander Vik ist seit 2009 dabei, auf einer Fläche von 4.201 Quadratmetern Wohnfläche eine Villa gegenüber dem Playa Mansa von Jose Ignacio zu bauen. Das Investitionsvolumen liegt bei geschätzten 7,5 Millionen Euro. Die Projektleitung obliegt dem renommierten Architekten Carlos Ott und wird eines der innovativsten Projekte in Jose Ignacio werden, ein leichter Bau mit Glas und Titan.

Es ist nicht das erste und einzige Engagement des Multimillionärs in Uruguay.?&nbspIm Sommer 2009 eröffnete er sein Landhotel auf einer Fläche von 1.500 Hektar nur 8 Kilometer von Jose Ignacio. Dieses Hotel birgt für den Gast einige Besonderheiten. Als Huldigung an das Land Uruguay befinden sich in den Zimmern Ausstattungsdetails aus Edelsteinen wie Amethyst, Achat und Quarz. Zudem schmückt jedes Zimmer ein Kunstwerk eines ausgewählten uruguayischen Künstlers.

Die Übernachtungspreise dieses exklusiven Landhotels bewegen sich auf einer Höhe von 560 Euro pro Übernachtung.

Viele VIPS verbringen jedes Jahr in Punta del Este Ihre Urlaubstage. Die kolumbianische Pop-Sängerin Shakira (Fussball-WM-Hit 2010 Waka Waka, Foto) feiert die Weihnachtsfeiertage gern mit ihrem Verlobten Antonio de la Rua und weiteren Familienmitgliedern auf Ihrer Finca in Jose Ignacio. In ihrer Nachbarschaft mieteten voriges Jahr die skandinavischen Gründer des Internettelofondienstes SKYPE (2005 für 3 Milliarden Euro an eBay verkauft), Niklas Zennström und Janus Friis, eine Finca für 10 Tage zu einem Preis von 90.000 Euro.

Auf der Ranch Estancia Vik in Jose Ignacio wird im Januar ein erstklassiges Poloturnier mit den weltweit besten Spielern veranstaltet. Der Sänger Julio Iglesias tritt öfter im Hotel Conrad, dem größten Hotel der Yachthafenstadt Punta del Este, auf und verbringt einige Zeit in seiner Villa in Manantiales. Neben staatlichen Casinos gibt es in Punta del Este ein großes amerikanisches Casino im Hotel Conrad. Hier werden große Pokerturniere veranstaltet.

Engel & Völkers dick im Immobilien-Geschäft

Immobilien jeder Art sind in Uruguay auch von Ausländern ohne Beschränkung günstig zu erwerben. Ein notarieller Kaufvertrag mit anschließendem Eintrag in das Grundbuch sind obligatorisch. Ferienhäuser, Gebäude, Apartments, Fincas und Farmen, Grundstücke zur persönlichen Nutzung, Vermietung, Verpachtung oder einfach als Kapitalanlage stehen in reichhaltiger Auswahl zur Verfügung.

Eine wenig spekulative, aber lohnenswerte Weise der Gewinnerwirtschaftung im Grund- und Immobilienbereich ist die Erschließung und Veredelung neuer Küstenregionen. Wer über das nötige Investitionsvolumen verfügt, um ein großes Stück Land an der Küste zu kaufen, zu unterteilen und mit Infrastruktur auszustatten, findet in Uruguay günstige Voraussetzungen. Wer hier vernünftig plant und kalkuliert, hat in Uruguay die Möglichkeit solch ein Projekt offiziell und legal durchzuführen. Bestechungen sind hier nicht nötig, trotzdem werdenGenehmigungen schnell und sinnvoll verteilt.

Nicht von ungefähr hat Hamburgs Edelmakler Engel & Völkers im Januar 2010 einen Wohnimmobilienshop in Punta del Este eröffnet. “Die Idee hinter dem Erwerb dieser Lizenz war es, einen Ort zu finden, der die gleichen Eigenschaften wie die Balearen bietet. Das ist zum einen die Sprache und zum anderen sind es die wundervollen Küstenlinien und Landschaften, die freundlichen Menschen, das milde Winterklima und die guten Aussichten für Immobilieninvestoren”, fasst Lizenzpartnerin Sandra Sofio die Vorzüge der Region zusammen.

Auch wenn der Ort Punta del Este die mitunter höchsten Immobilienpreise des Landes aufweist, bekommen Investoren hier dennoch mehr für ihr Geld als in Europa, so das Maklerhaus. Der Preis für ein Zwei-Zimmer-Apartment kann von 46.500 Euro bis zu 4,6 Millionen Euro reichen. Anwesen auf großen Grundstücken rangieren zwischen 290.000 und 7,3 Millionen Euro, je nach Lage und Ausstattung.

Auch Vermietungen sind ein lukratives Geschäft, denn in der Hochsaison im Januar (22 Grad Durchschnittstemperatur) haben eine kleine Villa oder ein Apartment eine geschätzte Mieteinnahme von 1.900 Euro pro Woche. Bei einem gut situierten Anwesen mit Meerblick ist von 360 bis 3.600 Euro pro Tag alles möglich.

Paola Marzotto schwärmt für Uruguay. Auf Ihrem 50 Hektar großen Anwesen genießt Paola Marzotto die herrliche Aussicht auf Punta del Este. Die italienische Gräfin ist keine Unbekannte in der Modebranche: Sie stammt aus dem Hause der Besitzer von Valentino und Hugo Boss. Nun ist Marzotto zu einer vieler ausländischer Investoren in Punta del Este geworden.

Bereits 1995 zog es die Gräfin mit Ihren Kindern nach Argentinien. Damals waren die Immobilienpreise in Punta del Este auf sehr hohem Niveau. Eine kleine Villa in San Rafael (Punta del Este) wurde beispielsweise zum Preis von 750.00 Euro gehandelt.

Einige Zeit nach ihrer Ankunft in Südamerika hatte Marzotto den Wunsch, in eine kleine Finca zu investieren. Eine gute Idee – aber wo? Paraguay oder Brasilien sind zwar sehr schöne Länder, doch herrscht dort eine hohe Luftfeuchtigkeit. Außerdem bergen diese Länder kleinere Tücken, wie Pilze und Schlangen, die Marzotto von einer Investition abschreckten.

Aus diesen und anderen Gründen fiel die Wahl schließlich auf Uruguay, genauer gesagt auf Punta del Este, der Wärme wegen.

Von September bis Juni lebt Paola Marzotto nun dort. Und wenn sie andernorts keine Freunde und Pflichten hätte, würde sie wohl das ganze Jahr hier in Uruguay ihre Zeit verbringen.

Denn in Uruguay ist Leben: Man besucht Freunde, reitet mit Pferden aus und genießt die Sommernächte am Grillfeuer. Während der Zeit ihres Aufenthaltes gibt es immer viele Veranstaltungen in Punta del Este. Und Marzotto kann ihre Zeit sorglos und in netter Gesellschaft genießen – denn Punta del Este ist sehr sicher und international.

 

Links zum Thema

» Abkommen Deutschland – Uruguay vom 9. März 2010
» Angebote von Engel & Völkers

 

Beiträge zum Thema

» URUGUAY INVEST – D 89160 Dornstadt
» La Cite Immobiliaria S.A. – ROU 20100 Punta del Este – Maldonado




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