Die angebliche Investition in Sachwerte war in Wirklichkeit nur ein Kredit an den Immobilienmakler S&K Sachwert AG von Stephan Schäfer und Jonas Köller in Frankfurt am Main. Für die Vermittlung der Anlegerkredite zahlte die S&K Sachwert AG an den Vertrieb eine einzigartig hohe Kreditvermittlungsgebühr von 14,5 Prozent. Die Anleger sollten bei einer kurzen Rückzahlungslaufzeit von 4 Jahren jährlich 12 Prozent Ausschüttung erhalten.

 

Schäfer und Köller sitzen seit dem 19. Februar 2013 in Untersuchungshaft. Als mutmaßliche Immobilienbetrüger sind sie und fünf weitere Manager angeklagt, 6.000 Anleger um 300 Millionen Euro gebracht zu haben.

Der einstige Agenturleiter des Frankfurter Strukturvertriebes Deutsche Vermögensberatung AG aus Freudenberg am Main in Baden-Württemberg Christoph Hofmann (29) konnte wohl der Verlockung der Protzmakler nicht widerstehen. Mit seiner 2011 gegründeten Finanzoptimierung Finop GmbH in Freudenberg (Sternplatz 3) und ab 2012 mit Kundencenter in Düsseldorf (Schadowstraße 68) vermittelte Hofmann Anleger an die S&K Sachwert AG. Die Anleger sollten dafür ihre Lebensversicherungen verkaufen.

 

12 Prozent Ausschüttung pro Jahr: Noch am 5. Februar 2013 (zwei Wochen vor der Razzia) warb Fin...mehr12 Prozent Ausschüttung pro Jahr: Noch am 5. Februar 2013 (zwei Wochen vor der Razzia) warb Finop mit einem Beteiligungsangebot der S&K Sachwert AG von Stephan Schäfer und Jonas Köller aus Frankfurt am Main12 Prozent Ausschüttung pro Jahr: Noch am 5. Februar 2013 (zwei Wochen vor der Razzia) warb FinR ... mehr12 Prozent Ausschüttung pro Jahr: Noch am 5. Februar 2013 (zwei Wochen vor der Razzia) warb Fin…mehr12 Prozent Ausschüttung pro Jahr: Noch am 5. Februar 2013 (zwei Wochen vor der Razzia) warb Finop mit einem Beteiligungsangebot der S&K Sachwert AG von Stephan Schäfer und Jonas Köller aus Frankfurt am Main

 

Als Mitglieder eines Sondereinsatzkommandos und Kriminalbeamte aus Tauberbischofsheim am 19. Februar 2013 im Auftrag der Frankfurter Staatsanwaltschaft auch das Büro der Finop GmbH in Freudenberg durchsuchten und Kundenakten mit S&K-Bezug durchsuchten, sprach Hofmann vom “Schock meines Lebens”.

Homann gehört nach eigenen Angaben selbst zu den Geschädigten. “Ich habe mit meiner Familie selbst 100.000 Euro in S&K investiert”, sagte Hofmann kurz nach der Razzia dem Main-Netz.

Er habe die Produkte der Frankfurter Immobiliengruppe “aus voller Überzeugung verkauft und stehe immer noch dazu”.

In einer Finop-Pressemitteilung hatte sich Hofmann zuvor auf ein Siegel des TÜV-Süd verlassen. Der TÜV-Süd hatte aber nicht wirklich geprüft, sondern lediglich die von S&K vorgelegten Angaben in einer Art Gefälligkeit lediglich abgestempelt. Dafür wird der TÜV-Süd von dem Berliner Rechtsanwalt Manfred Resch auf Schadensersatz verklagt.

Auch gab Hofmann damit an, dass die Finop GmbH von Verbraucherschutz.de empfohlen wurde. Verbraucherschutz.de ist allerdings ein Scheinverbraucherschützer aus Seevetal in Niedersachsen, der sich lediglich ein Serviceversprechen von einem Anbieter geben lässt.

Den Angaben des Freudenberger Finanzberaters zufolge haben Anleger über Finop insgesamt bis zu 600.000 Euro in S&K investiert.

Seine Firma sei fast ruiniert. Daher erweiterte Finanzmakler Hofmann im Jahr 2013 seine beruflichen Standbeine mit Wein (Teilhaber der HoLa Diamond GmbH, Sternplatz 3 in Freudenberg) sowie Mode und Wodka (Alleininhaber der Fashion4Life UG haftungsbeschränkt in der Germaniastraße 23 in Düsseldorf).

“Ich hoffe, dass jeder Kunde seine Einlage zurückbekommt, und kämpfe für jeden einzelnen meiner Anleger”, versprach Hofmann kurz nach der Razzia.