Neuerliche Erkenntnisse um Schwarze Kassen einer kleinen britischen Beraterfirma namens Vector Aerospace LLP in London geben gleich zwei parallel laufenden millionenschweren Schmiergeld-Verfahren gegen den deutsch-französischen Konzern Airbus Group SE aus Amsterdam und Taufkirchen bei München neue Nahrung.

Der jüngste Vorwurf: Mithilfe von schwarzen Kassen und Mittelsmännern habe das Unternehmen den Verkauf ziviler und militärischer Flugzeuge in Indonesien, Kasachstan und sogar in Österreich gefördert. Verkaufsagenten sollen über viele Jahre Millionen kassiert haben, um im militärischen aber auch im zivilen Bereich die Flugzeuge von Airbus an den Mann und das Land zu bringen.

 

Bereits im Juni 2017 hatte der deutsche Dr. Thomas Enders, 58, Präsident und CEO von Airbus Group SE in Amsterdam und Aufsichtsrat der Airbus Defence and Space GmbH in Taufkirchen bei München, vor Führungskräften in Toulouse von einer "todernsten Lage" für das Unternehmen gesprochen © Pressefoto Airbus.comBereits im Juni 2017 hatte der deutsche Dr. Thomas Enders, 58, Präsident und CEO von Airbus Group S ... mehrBereits im Juni 2017 hatte der deutsche Dr. Thomas Enders, 58, Präsident und CEO von Airbus Group SE in Amsterdam und Aufsichtsrat der Airbus Defence and Space GmbH in Taufkirchen bei München, vor Führungskräften in Toulouse von einer “todernsten Lage” für das Unternehmen gesprochen © Pressefoto Airbus.com

 

Ein Korruptionsverfahren läuft nach einer Selbstanzeige von Airbus im Juni letzten Jahres in London und Paris und betrifft den Verkauf von Zivilflugzeugen mit Hilfe von angeblichen Bestechungsberatern in alle Welt.

Und ein älteres Untreueverfahren läuft schon seit 2012 in München und Wien im Zusammenhang mit dem Verkauf von 15 Abfangjägern Eurofighter nach Österreich.

Die 2004 ins britische Handelsregister eingetragene Beraterfirma Vector war von der deutschen Airbustochter Airbus Defence and Space GmbH (früher als EADS bekannt) aus Taufkirchen bei München beauftragt worden, Flugzeuge in aller Welt zu verkaufen.

Dafür seien mutmaßlich Millionen an Schmiergeldern von München nach London und von da in alle Herren Länder geflossen, um Verkäufe anzukurbeln.

Ein Manager von Vector war ein Italiener namens Gianfranco Lande, über den der Finanznachrichtendienst GoMoPa.net als vermeintlichen Schneeballbetrüger berichtete: