Schlechte Nachrichten für die Anleger der Voigt & Collegen Fonds SolEs 20, 21 und 22. In der zweiten Adventswoche erschüttern Warnungen der Stiftung Warentest die Hoffnung auf Besserung bei den drei Solarfonds, die aufgrund der Reduktion von Einspeisevergütungen in Italien und Spanien in Schieflage geraten sind – und seitdem keine Zinsen mehr ausschütten. Eine Klage gegen den spanischen Staat soll die Fonds retten. Doch was geschieht, wenn der Plan scheitert?

 

Rund 5.000 Anleger haben ihre Ersparnisse in die Solarfonds SolEs 20 GmbH & Co. KG, SolEs 21 GmbH & Co. KG und SolEs 22 GmbH & Co. KG der Düsseldorfer Emittentin Voigt & Collegen investiert. Mehr als 100 Millionen Euro konnten die Vertriebstruppen unter Leitung der Voigt & Collegen Geschäftsführer Markus W. Voigt (49) aus Düsseldorf und Hermann Klughardt (50) aus Pulheim für Investments in Solarparks in Spanien und Italien bei Kleinanlegern, ab einer Investitionssumme von 10.000 Euro zuzüglich Agio von fünf Prozent, in den letzten Jahren einwerben.

 
Schlechte Neuigkeiten für die Anleger von Solarfonds aus dem Hause Voigt & Collegen - Auszug aus ImagefilmSchlechte Neuigkeiten für die Anleger von Solarfonds aus dem Hause Voigt & Collegen – Aus ... mehrSchlechte Neuigkeiten für die Anleger von Solarfonds aus dem Hause Voigt & Collegen – Auszug aus Imagefilm
 

Anders als geplant erhalten die Anleger allerdings keine jährlichen Renditen, sondern nur schlechte Nachrichten vom Fondsmanagement präsentiert. GoMoPa.net berichtete bereits Anfang des Jahres über die Probleme des Emissionshauses Voigt & Collegen, die durch die gesetzlichen Änderungen der Einspeisevergütungen für Solarstrom in Italien und Spanien verursacht wurden.

Besonders betroffen sind die spanischen Solarparks, da die Regierung in Madrid entschieden hatte, rückwirkend zum 12. Juli 2013 die Einspeisevergütung für Solarstrom auf “Null” zu senken.

In diesem Zusammenhang wurde auch bekannt, dass die geplanten Ausschüttungen an die Anleger des SolEs21 unter dem Vorbehalt der Mittelfreigabe durch die finanzierende Bank steht, die sich um die Rückführung der Kredite sorgte. Voigt & Collegen Chef Hermann Klughardt bestätigte die Probleme auf Anfrage von GoMoPa.net:

Die finanzierenden Banken haben aufgrund der ungeklärten Einnahmesituation bei den spanischen Anlagen die freie Liquidität, die zur Ausschüttung zur Verfügung stehen würde bis zu einer Regelung durch den spanischen Staat auf einem Sperrkonto blockiert.

Krise der Photovoltaikbranche in Südeuropa hat Voigt & Collegen voll erwischt.