Korruption, Geldwäsche und Handelsbetrug sind weltweit auf dem Vormarsch. Jedes Jahr vergrößern sich die illegale Finanzströme um knapp 10 Prozent. Laut einer aktuellen Studie fließt pro Jahr rund 1 Billion Dollar auf illegalen Wegen aus den Schwellen- und Entwicklungsländern ins Ausland.

 

Von 2003 bis 2012 ist das Volumen illegaler Geldflüsse aus den Schwellen- und Entwicklungsländern im Schnitt um 9,4 Prozent pro Jahr gestiegen.

Die Weltwirtschaft ist im selben Zeitraum nur etwa halb so schnell gewachsen, so die Analystengruppe Global Financial Integrity (GFI). Ihre Analyse stützt sich unter anderem auf Daten der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds und auf Regierungsangaben.

 

Die illegalen Geldablüsse aus den Schwellen- und Entwicklungsländern. (Grafik: GFI)Die illegalen Geldablüsse aus den Schwellen- und Entwicklungsländern. (Grafik: GFI)

 

Zwischen 2003 und 2012 wurden in den Schwellen- und Entwicklungsländern 6,6 Billionen Dollar auf illegalen Wegen ins Ausland verschoben. Allein auf das Jahr 2012 entfielen davon 991,2 Milliarden Dollar. Laut Global Financial Integrity ist dies mehr als die ausländischen Direktinvestitionen und die Entwicklungshilfe zusammen.

Das Geld geht vor allem durch falsche Abrechnungen bei Handelsgeschäften verloren, sagt Joseph Spanjers, Co-Autor der Studie. Solche falschen Abrechnungen machen 77,8 Prozent aller illegalen Geldflüsse aus.