Nichts geht mehr beim Landshuter Genussrechte-Anbieter Franz Freiherr von Gregory (52). Sein PWD Privater Wirtschaftsdienst aus dem bayerischen Landshut und seine beiden Beteiligungsgesellschaften VG Capital Investors UG (haftungsbeschränkt) aus München sowie die vg-concept Projekt- und Unternehmensbeteiligungs GmbH aus Landshut sind ganz plötzlich nicht mehr erreichtbar.

 

Die Homepage Vgci.de der Firmengruppe mit gemeinsamen Veraltungssitz in der Clemens-Brentano-Straße 2 in Landshut ist nicht mehr aufrufbar.

Die bekannten Telefonnummern sind aktuell nicht mehr vergeben.

E-Mails kommen zurück.

Bei InvestmentCheck im bayerischen Rosenheim hat sich ein wohl zu Recht besorgter Anleger gemeldet, weil die monatlichen Zinszahlungen ab November 2018 ausblieben.

InvestmentCheck-Inhaber Stefan Loipfinger meint dazu:

Kein gutes Zeichen.

Wenn dann auch noch Geld der Anleger, das in Unternehmensbeteiligungen fließen soll, an eine andere Firma des Freiherrn von Gregory überwiesen wird, dann zeigt sich einmal mehr, wie gefährlich Modelle ohne funktionierende Mittelverwendungskontrolle sind.

Freiherr von Gregory scheint das schamlos ausgenutzt zu haben, weshalb ihn die Anleger trotz seiner adligen Herkunft wohl gerne für vogelfrei erklären.

In-Sich-Geschäfte mit dem Genussrechtskpapital

Bei der Durchforstung der Jahresabschlüsse der einzelnen Firmen des Freiherrn von Gregory kommt tatsächlich ein Bild von In-Sich-Geschäften zutage, welche für die Genussrechts-Anleger im Verkaufsprospekt nicht erkennbar waren.

Am 22. September 2016 hatte die vg-conept ein Genussrechtskapital von bis zu 30 Millionen Euro aufgelegt. Dafür wurde noch bis ins Jahr 2018 Geld eingesammelt.