Es mag ja witzig sein, dass man die versprochenen 6 Prozent Jahres-Zinsen im Bräustübl im Münchener Arbeiterviertel Obergiesing (in dem Fußballkaiser Franz Beckenbauer aufwuchs) gleich vor Ort abessen und abtrinken darf (keine Auszahlung in Geld) und dabei live ins Sudhaus schauen und so die Herstellung des Giesinger Bieres (Giesinger Biermanufaktur & Spezialitäten Braugesellschaft mbH) mit eigenen Augen verfolgen kann.

 

Zumal die Giesinger Biermanufaktur und Spezialitätenbraugesellschaft mbH die erste Brauerei-Neugründung in München seit 1889 ist.

Aber wer glaubt, mit seiner Investition nun Mitbesitzer dieses neuen Münchener Brauhauses zu werden, der irrt.

Die 1,5 Millionen Euro, die Steffen Marx (43) bis Ende diesen Jahres auf der Wiener Crowdinvesting-Plattform Conda.de einsammeln will, sind nun einmal keine Beteiligung, sondern Nachrangdarlehen mit einem qualifiziertem Rangrücktritt.

Marx kann mit dem Geld machen, was er will. Und rückzahlen muss er es nach der Mindestlaufzeit von 8 Jahren nur, wenn seine Firma Giesinger Biermanufaktur & Spezialtiäten Braugesellschaft mbH (Marx gehören 26,43 Prozent) durch die Rückzahlung nicht involvenzgefährdet werden könnte.

Es ist also nur ein Versprechen ins Blaue hinein, wenn Marx auf Conda.de den Spruch in die Welt hinausposaunt:

Investier in Bier – mit 6 Prozent Verzinsung und der Zinsauszahlung in Bier und Speisen. Damit hoffen wir, einen guten Teil der Investitionssumme einzusammeln, um noch mehr Tanks erwerben zu können und unser Leergut-Lager aufzufüllen.

878 Kleininvestoren haben aktuell schon über 1,2 Millionen Euro gezeichnet. Aber, wie der Name der Vermögensanlage Giesinger Bier 4 bereits sagt, ist es schon das vierte Crowdinvesting, das Marx seit 2016 am laufenden Band initiiert.

Marx sitzt schon jetzt in einem riesigen Schuldenkarussell, bei Kleinanlegern und bei stillen Teilhabern:

 

Ende 2019 lagen die Schulden bei rund 11,4 Millionen Euro bei einem Bilanzverlust von weit mehr als einer halben Million Euro. Im Jahr davor betrugen die Schulden rund 4,5 Millionen Euro bei einem Bilanzverlust von fast 400.000 Euro.

Zunächst mal sind da die ungesicherten Kleinanleger: