Aus Cyrill Rene Hugi (ENESPA AG) ersten Idee, modulare Blockheizkraftwerke zu bauen und mit Rapsöl zu betreiben, wurde nichts. Das Nachfolgeprojekt Öl aus Plastikmüll kam bislang über die Fabrikplanung nicht hinaus.

 

Der eidgenössische diplomierte Schmied und Recycling-Forscher Cyrill Rene Hugi (62) aus Appenzell in der Schweiz versucht seit Mai 2020, für rund 10,1 Millionen Euro vorbörsliche Aktien seiner 2004 in der Kaustraße 27 in Appenzell gegründeten ENESPA AG an den Mann zu bringen.

Seit Ende August 2020 verkauft Hugi zusätzlich auch noch mit einem Liechtensteiner Prospekt Inhaberschuldverschreibungen der ENESPA AG in Höhe von 9,28 Millionen Euro mit fixer Verzinsung von jährlich 4,5 Prozent.

Hugi bastelte 10 Jahre an einer Plastik-Recycling-Testanlage, die dann 2014 für 2 Wochen in Betrieb ging. Seine Innovation: Rohöl (Paraffinöl) aus Plastikabfall mit Hilfe von Thermolyse gewinnen.

Seit März 2020 will Hugi gleich neben dem Vattenfall-Braunkohle-Großkraftwek in der brandenburgischen Lausitz im Industriepark Schwarze Pumpe in Spremberg seine erste Produktionsanlage bauen. Bisher ist das Projekt über ein vom Industriepark angebotenes Grundstück laut Hugis Webseite ENESPA.eu nicht hinausgekommen. Leben will Hugi später vom Verkauf des Paraffinöls. Ab 2021 will er als 2. Standbein außerdem weitere Thermolyse-Anlagen vertreiben.

Hugi hat nach eigenen Angaben privat 1 Million Schweizer Franken (930.000 Euro) in das Projekt gesteckt. Doch er sucht nun Investoren, die ihm 750.000 neu aufgelegte vorbörsliche Aktien der ENESPA AG zum Nennwert von 1 Schweizer Franken (93 Cent) für einen Preis von 14,50 Schweizer Franken (13,45 Euro) abkaufen.

Hugi verspricht den vorbörslichen Aktienkäufern:

Beteiligen Sie sich mit Ihrer Investition an der Realwirtschaft und nicht an einem undurchsichtigen Finanzgebilde.

Unsere überschaubare Aktiengesellschaft steht für Transparenz und direkte Kommunikation.

 

Wenig vertrauenserweckend ist dabei allerdings die Gründung einer Zweckgesellschaft ENESPA AG im Fürstentum Liechtenstein, die sein Wertvollstes – die Lizenzen, Patente und Markenrechte – verwertet. Und dann auch noch mit Hilfe eines Panama Papers Treuhänders.

 

Am Sitz der TTA.li Trevisa-Treuhand-Anstalt in der Landstraße 14 in Balzers in Liechtenstein gründete der Liechtensteiner Treuhänder Clemens Gregor Laternser (53) aus Balzers am 23. Juni 2020 die Liechtensteiner Zweckgesellschaft ENESPA AG.

Die TTA Trevisa-Treuhand-Anstalt ist ein Zusammenschluss von vier ZENTAUROS-Firmen. Die Liechtensteiner Zentauros-Gruppe arbeitete mit der Panama-Kanzlei Mossack Fonsec zusammen, gegen die wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung und Geldwäsche ermittelt wird, und taucht daher auch in den Panama Papers von Investigativjournalisten aus Washington D.C. auf.

Am 31. August 2020 brachte diese ENESPA AG mit selber Internetadresse ENESPA.eu wie die Schweizer ENESPA AG einen liechtensteinischen Prospekt für Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 10 Millionen Schweizer Franken heraus. Die Inhaberschuldverschreibungen bieten eine fixe Verzinsung von 4,5 Prozent pro Jahr. Das Angebot wurde bislang nur in Deutschland zum Vertrieb angemeldet.

Die beiden deutschen Partner Stefan Abele (55) aus München und Oliver Riedel (44) aus Dresden, die Hugi am 29. Mai 2020 in den Vorstand der Schweizer ENESPA AG holte, bringen ebenfalls keine guten Referenzen mit.