Was hat die bayerische BodenWert Immobilien AG, ein sieben Jahre alter Wohn-Bauträger aus Ottobrunn, zu verbergen? Das Unternehmen legt seit 2014 beinahe im Halbjahresrhythmus Anleihen auf, zunächst ab 4 Prozent, nun gar ab 5 Prozent Jahreszins.

 

Bei der neuesten Inhaberschuldverschreibung Hypo Festzins Nr. 24 soll die BodenWert Immobilien AG gegen das Wertpapierprospektgesetz verstossen haben, indem es die Wertpapiere ohne ein gestattetes Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet.

Das jedenfalls gab die BaFin am 7. Dezember 2020 in einer Verbraucher-Warnung bekannt.

Die Firma ist im November 2020 wieder aus München zurück in die Provinz in ihr altes Büro nach Ottobrunn (21.000 Einwohner) gezogen.

Erst vor einem Jahr war der Bauträger in die Landeshauptstadt zu seiner neuen Mehrheitsgesellschafterin gezogen, um Synergieeffekte nutzen zu wollen, wie es in einer Firmenmitteilung auf Bodenwert-Immobilien.de heißt.

Die Kalo Holding GmbH hatte im Sommer 2018 60 Prozent von der stark angeschlagenen BodenWert Immmobilien AG übernommen. Der alte Geschäftsführer, Jens Moos (48) aus Eschborn, musste abdanken. Er hatte im Bilanzjahr 2017 für einen nicht gedeckten Fehlbetrag von fast -900.000 Euro gesorgt.

Die neuen Herren im Hause (die Kalo Holding GmbH gehört der NERVUS RERUM Familienstiftung aus Grünberg in Hessen) setzten ihren Kooperationspartner Thomas Stelzl (39) aus Kirchroth, Alleininhaber der Omega Sachwarte GmbH & Co. KG in München, auf den Thron der BodenWert Immobilien AG.

Aber, ob der es nun besser macht, als sein Vorgänger, ist angesichts der BaFin-Warnung fraglich.