Uns erreichte dieser Tage folgende Warnung: “Ein neuer Karlheinz Schmude: Ein Mega Business für JEDEN ist im Anrollen!” Wir erinnern uns, was gerade erst zu Beginn dieses Jahres geschah.

 

 

Obwohl das erste Pfandhaus – die Fair Pfand Deutschland GmbH aus Mannheim – am 9. Januar 2019 pleite ging, warb der hessische Vertriebsprofi Karlheinz Schmude (67), Inhaber der KS Financial-Service Ltd. aus der Heidestraße 1 in Ebsdorfergrund, noch am selben Tag neues Anlegergeld für ein neues Pfandhaus ein.

Dazu gründete er eine geheime Solidargemeinschaft mit einer begrenzten Mitgliederzahl. Das Nachfolge-Pfandhaus soll diesmal nicht Autos leihen, sondern Gold, Immobilien und Kunst. Schmude stellte eine Rendite von über 34 Prozent innerhalb von 2 Jahren in Aussicht.

Tapfer wie ein Fahnenträger auf dem Schlachtfeld behauptete Schmude unbeirrt weiter, dass die Einzahler in der “Champions League für Finanzen” kämpfen würden.

Schmude mailte den potenziellen Anlegern:

Ich kenne hier keinen adäquaten Mitbewerber in der Champions-League für Finanzen.

Jetzt, neun Monate später, kommt ein neuer Karlheinz Schmude. Dieses Mal mit einem “Tsunami” für die Finanzwelt.

 

Tsunami – so lautet nämlich das neue Mitglieder-Passwort, das Schmude vor wenigen Tagen in seiner neuen Aquise-Rund-Mail mitteilte, die GoMoPa vorliegt.

Ein Fonds-Emittent hat sich das neue Schmude-Angebot angesehen. Sein Urteil gegenüber GoMoPa:

Moin,

Herr Schmude ist mit dem nächsten tollen System unterwegs.

Er kann es nicht lassen – wird nach kurzer Durchsicht – wohl auch wieder ein Flop, für die, die jetzt einsteigen.

Also hinsichtlich des Passwortes passend: Ein Tsunami wir das
Geld der gutgläubigen Zocker wegfegen (Smiley).

 

Worum geht es dabei?

 

Schmude hängt sich an die Rockzipfel seines hessischen Landsmannes und MLM-Netzwerkers Jörg Wittke (57) aus Breitscheid, der 2010 mit Frau und Sohn nach Dubai ausgewandert ist.

Über das Portal Zoom.us (Passwort: Tsunami) lädt Wittke als Chefwerber zu seinem inzwischen neunten Verkaufspyramiden-Projekt ein: ein Arbitrage Trading Roboter (Bot) der Jubilee ACE Limited auf Hawaii, die am 19. September 2018 auf Tortola (British Virgin Islands) gegründet worden ist und ein Büro in New York unterhält.

Ab 1.000 US-Dollar (914 Euro) Einstiegseinzahlung könne man allein passiv mit dem eigenen Geld täglich 0,1 Prozent Zinsen erhalten und mit angeworbenen Neueinsteigern noch Mal zwischen 6 und 12 Prozent dazuverdienen.

Aktiv könne man sich dann an Kampagnen beteiligen, wie etwa an Sportwetten auf den Deutschen DFB-Pokal. Hier würde ein Arbitrage Roboter dann ganz automatisch 2,44 Prozent auf den Einsatz zusammenwetten.

Die Company des Gründers, den Wittke nur Bobby nennt, hat mit Hilfe eines Softwarentwicklers, den Bobby am 16. August 2019 beim ersten Meeting auf europäischen Boden in Frankfurt am Main vorgestellt haben soll, einen Roboter, eine künstliche Intelligenz (KI), erschaffen, der stets im Hintergrund an der Börse mit Rohstoffen, Waren und Kryptowährungen und sogar bei Sportwetten mit Hilfe von Arbitrage (risikofreies Ausnutzen von Preisunterschieden an unterschiedlichen Marktplätzen zur selben Zeit oder von geschickt gesetzten Wetten und Gegenwetten) arbeiten würde.

Großspurig erklärt Chefanwerber Wittke in diversen Zoom Calls und Whatsapps, das es nicht möglich sei, dass “dieses Ding” Verluste macht, das heißt, jeder Partner würde ausschließlich Gewinne erzielen.

Geldthemen.de aus Berlin Oberschöneweide (An der Wuhlheide 140) von Torsten Gutsche kam nach seinen Recherchen am 6. September 2019 zum Ergebnis:

Was von Jubilee Ace und seiner Arbitrage-Plattform Ace Quantum Universal Arbitrage (AQUA) zu halten ist…

Absurder Scam (eine Leistung, die im Voraus bezahlt aber dann nicht erbracht wird – Anmerkung der Redaktion) mit Größenwahn…

Abgesehen davon, dass Arbitrage-Handel in der angegebenen Form nicht (mehr) funktioniert, weder im Kryptomarkt, noch bei Rohstoffen, Indices, Forex gibt es auch weitere unüberbrückbare Hürden.

Hantiert man mit so etwas bei Sportwetten, sperren die Buchmacher sofort den betreffenden Account.

Eine schriftliche Presseanfrage bleibt unbeantwortet.

Leserin Tata schilderte schließlich in einem Kommentar:

19. September 2019 um 08:56 Uhr

Jeden Tag zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr ist Jubilee Ace offline.

Es werden gerade Accounts verschenkt ohne Ende, die Keuler haben jetzt schon die Schnauze voll.

Sehr erstaunlich und das für ein Weltunternehmen!

20. September 2019 um 09:32 Uhr

Das ist aber lustig, die wollen alle ihr Positionen loswerden.

Bekomme unter anderem einen 1.000 Euro Account für 500 Euro angeboten… Halloooo.

Ich glaube, die hauen alle da ab…

WAS ist da passiert oder WAS passiert da eben nicht?

Erinnerungen an den mutmasslich kriminellen BitClub werden wach: