Dem Goldpreisverfall von über 35 Prozent in den letzten drei Jahren auf aktuell rund 1.193 US-Dollar pro Unze Feingold setzte Sean Boyd, der President und CEO des kanadischen Goldminenschwergewichts Agnico Eagle Mines Ltd. aus Toronto, einfach eine erhöhte Goldproduktion entgegen und hat gut Lachen – im Gegensatz zu seinen Aktionären.

 

In seinem Bericht für das dritte Quartal 2014 konstatierte Boyd, der das Unternehmen seit 1985 führt, dass er in den ersten neun Monaten 2014 mit seinen neun Minen in Kanada, Finnland und Mexico einen Firmennettogewinn von 104,3 Millionen US-Dollar (55 Cent pro Aktie) eingefahren hat. Damit überholte er sogar den Zinsüberschuss der ersten Monate des Jahres 2013, der bei 93,6 Millionen Euro (54 Cent pro Aktie) lag.

Das Überschussglück stammte zum einen aus dem erst im Jahre 2010 eröffneten Goldtagebau der firmeneigenen Meadowbank in der Kivalliq Region von Nunavut, 2.600 Kilometer nordwestlich von Toronto.

Die Mine lieferte im Jahr 2013 allein 430.613 Unzen Feingold und damit den Hauptanteil der Firmengesamtförderung in Höhe von 1,1 Millionen Unzen Gold. Und das bei Kosten von nur 774 US-Dollar pro Unze. Der Kostendurchschnitt aller neuen Minen liegt bei der Agnico Eagle Mines Ltd. bei 990 US-Dollar. Die Kostenschmerzgrenze liegt in der Branche bei 1.000 US-Dollar.

Zum zweiten kommt das Mehr an Goldproduktion aus der geglückten Übernahme von Osisko Mining, die Agnico Eagle gemeinsam mit Yamana Gold Incorporation aus Toronto stemmte und die Agnico Eagle im Juni 2014 bekanntgab.

Osaska Mining gehört die Marlartic Mine, eine der größten Goldminen Kanadas, die sogar noch niedrigere Kosten als die Meadowbank ausweisen soll.

Sean Boyd hat sich für das nächste Jahr eine Goldproduktion von 1,6 Millionen Unzen als Ziel gesetzt.

Stolz verkündete Boyd, dass die Agnico Eagle Mines Ltd. schon im 31. Jahr in Folge eine Dividende zahlt.

Dennoch können sich die Aktionäre dieses Mal nicht so recht freuen: